Auf einem rotweissen Tuchmeer genossen sie bei bestem Herbstwetter ein typisches Ostschweizer Picknick. Für ein Depot von 5 Franken bekam man ein BIGNIK-Stoffsäckli, dazu gabs eine frisch grillierte St. Galler Bratwurst. Im Picknick-Sack fanden die Hungrigen noch ein St. Galler Bürli, ein Stück Käse, einen Apfel, etwas zum Dessert und ein Getränk. Auch eine OLMA-Broschüre war beigelegt.

Hinter der Aktion stehen mehrere Ostschweizer Tourismusorganisationen, die ihre Angebote an der HESO im Rahmen der Sonderschau «Solma - die kleine Olma» präsentieren.

Menschen zusammenbringen

In Szene gesetzt haben das Volkspicknick die beiden St. Galler Konzeptkünstler Frank und Patrik Riklin. Seit eineinhalb Jahren arbeiten sie im Auftrag der Region Appenzell AR - St. Gallen - Bodensee an einer identitätsstiftenden Vision für diese Ostschweizer Region.

Das Ziel ist es, in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung ein Picknick-Tuch zusammenzusetzen, das aus 252 144 Einzelteilen besteht - und damit aus so vielen Tüchern, wie die Region Einwohner zählt. «Es handelt sich dabei um eine Art Standortmarketing mit künstlerischen Mitteln», erläutert Frank Riklin die Idee. Mittlerweile wurden je vier quadratische Tücher mit einer Seitenlänge von 1,4 Metern zu insgesamt 1600 Modulen zusammengenäht.

Am 11. August wurde das rotweisse Tuchmeer erstmals auf dem Gebiet der Gemeinde Ruggisberg ausgelegt.

Im Solothurner Kreuzackerpark haben die Konzeptkünstler nur einen kleinen Teil davon mitgenommen, nämlich 150 Module bzw. 600 einzelne Tücher. Die Farben Rot und Weiss haben im Übrigen nichts mit Solothurn zu tun, sondern erklären sich mit der typischen Farbgebung eines ländlichen Tischtuchs. Wie dem auch sei, die Verbundenheit mit dem Kanton Solothurn anlässlich der Olma kommt dadurch gut zum Ausdruck. (ldu/esf)