Projekt
300 Km in 100 Stunden: Solothurner läuft von Basel nach Locarno

Der Solothurner Jeremias Schaffner will innerhalb von 100 Stunden 300 Kilometer von Basel nach Locarno laufen und dabei Geld für ein Projekt sammeln.

Lea Durrer
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Jeremias Schaffner läuft 300 Kilometer von Basel nach Locarno
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Jetzt steht für ihn das Projekt Basel-Locarno an. Mit Unterstützern hat er Mitte Mai schon einmal angestossen.
Der 25-Jährige erklärt bei dem Treffen beim Solheure, was er vorhat. Auch Bruno Kernen ist dabei (links im blauen Hemd)
Die grösste Herausforderung für Jeremias Schaffner wird die Überquerung des Gotthards sein
Bruno Kernen erzählt den Anwesenden etwas über sein Snowcamp
Das letzte persönliche Gespräch vor dem Start zum Lauf im Studio von Marius Nydegger Jeremias Schaffner war drei Tage lang krank. Das hat ihn in der Vorbereitungsphase ein wenig zurückgeworfen. Der 25-Jährige ist aber froh, dass es ihn jetzt und nicht in einer Woche erwischt hat.
Marius Nydegger berät den Läufer vor allem in Ernährungsfragen Er gibt Jeremias Schaffner unter anderem ein Döschen Vitamin C mit.
Der Fitnesscoach misst noch den Körperfettgehalt des Läufers.
Noch kann er gemütlich an der Aare sitzen: Jeremias Schaffner mit der dreijährigen Hündin Lilly.

Jeremias Schaffner läuft 300 Kilometer von Basel nach Locarno

zvg

Jeremias Schaffner hat viel vor. Anstrengendes. Die 300 Kilometer zwischen Basel und Locarno will er innerhalb von 100 Stunden zurücklegen. Am 6. Juni morgens um 8 Uhr wird in Basel gestartet, am 5. Tag muss er bis 12 Uhr in Locarno auf der Piazza Grande eintreffen.

Das macht pro Tag zwischen 50 und 70 Kilometer. «100-prozentig schaffe ich das», gibt sich der 25-jährige Solothurner überzeugt, die Strecke zu meistern. Die grösste Herausforderung wird für ihn der Gotthard-Pass, den er nach einer Laufzeit von zirka 70 Stunden überqueren wird. «Das wird sicherlich der Knackpunkt des Rennens», meint er.

Steht Jeremias Schaffner nach 300 gelaufenen Kilometern auf der Piazza Grande, hat er nicht nur sein persönliches Ziel erreicht. Er hat auch Spenden gesammelt. Denn das Projekt hat einen karitativen Zweck. Schaffner sammelt auf seiner Homepage Geld für das Snowcamp von Bruno Kernen. «Ich finde es sehr wichtig, dass Kinder früh in den Sport eingegliedert werden», begründet der Solothurner, der selbst als 15-Jähriger im Gymnasium zum Laufen gefunden hat, seine Projektwahl. In der Berner Schule wurde seine Freude am Laufsport und sein Talent erkannt und gefördert. An Bruno Kernens Camp gefällt ihm besonders, dass Kinder Zeit im Schnee verbringen können, auch wenn ihr Elternhaus dies nicht ermöglicht.

Was ist denn das Snowcamp für Kids von Bruno Kernen in Grindelwald? Das erklärt hier der ehemalige Skirennfahrer aus Thun gleich selbst:

Kernen plant, Jeremias Schaffner auf einer oder zwei Etappen mit dem Velo zu begleiten. Die ganzen 300 Kilometer dabei ist aber Simon Herger, ein alter Schulkollege, der Schaffner auch schon zweimal beim Bieler 100-Kilometerlauf begleitete. «Da entsteht ein sehr guter Spirit», sagt der 25-Jährige, der die Hotelfachschule absolvierte und im «Solheure» als Stellvertretender Geschäftsführer arbeitet.

Die richtige Vorbereitung

Nebst einem motivierten Velofahrer nebenan, ist die richtige Vorbereitung und Verpflegung äusserst wichtig. Jeremias spult seit Wochen Kilometer ab. Personal Trainer Marius Nydegger begleitet den Läufer seit etwa drei Monaten. «Ich schaue vor allem seine Ernährung an, dass er optimal vorbereitet ist und sich auch nach dem Laufen rasch erholen kann.»

Am 6.Juni gilt es ernst für Jeremias Schaffner. Wenns übrigens zu heiss sein wird, will er einfach durch die Nacht rennen.

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