Solothurn

30 Jahre «Häxeburg»: Der Weg von der Vision zur professionellen Kinderkrippe

Die Kinderkrippe Hexenburg im Hubelmattquartier feiert ihr 30-jähriges Bestehen. Aus der «Hexenburg» der Anfänge hat sich bis heute eine moderne, zeitgemäss geführte Non-Profit-Organisation entwickelt, die auf der Trägerschaft eines Vereins basiert.

An der Schererstrasse 4 in Solothurn steht ein stattliches Haus mit Namen Hexenburg, aber die Burg wird nicht von Hexen bewohnt: Die Kinderkrippe «Hexenburg» feiert ihr 30-jähriges Bestehen und blickt auf eine bewegte Zeit zurück. Gegründet wurde die Kinderkrippe «Hexenburg» ursprünglich in einem Gebäude der psychiatrischen Klinik in Langendorf, welches «Hexenburg» hiess. Den Namen übernahmen die Gründungsmitglieder für ihre Krippe, und er ist bis heute geblieben.

Aus der «Hexenburg» der Anfänge hat sich bis heute eine moderne, zeitgemäss geführte Non-Profit-Organisation entwickelt, die auf der Trägerschaft eines Vereins basiert. Wer sein Kind in der «Hexenburg» in der Tagesbetreuung lässt, muss gleichzeitig Mitglied des Vereins sein. Die Eltern werden in die Entwicklung der Krippe einbezogen an der jährlichen Generalversammlung sowie auch durch ein bis zwei Elternabende im Jahr. Tanja Müller, seit Januar dieses Jahres Krippenleiterin, hält fest, dass auch die täglichen Gespräche mit den Eltern für die Entwicklung des Angebotes sehr wichtig seien.

Pädagogischer Leitfaden fördert auch Bewegung

Ein Kernpunkt im heutigen Alltag bildet das pädagogische Konzept «Elmar». Tanja Müller erklärt einige zentrale Aspekte von «Elmar». Das freie Spiel und die Förderung der Selbstständigkeit der Kinder gehörten dazu, so Müller. «Ein weiteres zentrales Element ist, durch Bewegung zu lernen. Zu zwei Dritteln bestehen die Aktivitäten in Bewegung und nicht darin, nur im Kreis zu sitzen», führt Müller weiter aus.

Die beiden Gruppen der Krippe arbeiten während jeweils acht Wochen an einem thematisch bestimmten Projekt, und nach acht Wochen erfolgt der Abschluss. Die zwei Folgewochen seien themenfrei gestaltet, damit sich das Erlernte und Erlebte setzen könne, erklärt Müller. «Dabei wird mit verschiedenen Methoden gearbeitet wie beispielsweise der Rhythmik, und Wissen wird spielerisch weiter vermittelt», führt Müller weiter aus. Die Kinder können bei der Auswahl der Projektthemen mitbestimmen.

Abgestuftes Tarifsystem dank Subventionen

Nicht nur im pädagogischen Alltag, auch strategisch ist die «Hexenburg» zeitgemäss aktuell unterwegs und führt seit 2005 eine Leistungsvereinbarung mit der Stadt Solothurn, welche die «Hexenburg» mit Subventionen unterstützt. Diese ermöglichen dem Verein die Umsetzung eines dem Einkommen der Eltern angepassten abgestuften Tarifsystems für Kinder aus Solothurn und schliesst somit Eltern mit tieferen Einkommen nicht aus. Das Angebot der Krippe verstehen der Präsident des Vereins, Reinhold Mathys, sowie auch Tanja Müller und ihr Team als familienergänzend und nicht als Ersatz.

Neben dem Verständnis, sich als Ergänzung zur Familie zu sehen, ist es der Leitung und dem Team der Hexenburg auch wichtig, gute Qualität zu bieten. Die «Hexenburg» ist dem Amt für Soziales (ASO) unterstellt und hat bei der letzten umfassenden Prüfung 2012 für die maximal durch das ASO ausgestellte Frist von sechs Jahren die Betriebsbewilligung erhalten. Die Betriebsbewilligung des ASO, «Elmar» sowie das Qualitätszertifikat «Fourchette verte» seien drei Grundpfeiler, welche die Qualität unterstützen und zur Einhaltung von Standards verpflichten, führt Mathys aus.

Mit der Auszeichnung «Fourchette verte» hat sich die «Hexenburg im Juni dieses Jahres zu einer ausgewogenen Ernährung verpflichtet. Dies nicht zuletzt auch auf Hinweise von Eltern.

Die Festivitäten zum 30-Jahr-Jubiläum der «Hexenburg» finden offiziell in einem Monat statt, am 27. August, mit einem Tag der offenen Tür von 11 bis 13 Uhr. Anschliessend steigt für die Eltern und Kinder das alljährliche Sommerfest. Mehr Infos: www.hexenburg.ch

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