Rainer Gilg wird mit seiner Firma BPM Sports GmbH per 1. Oktober 2012 als Pächter das CIS Solothurn übernehmen, wie er mitteilt. Geschäftsführer im CIS wird Mathieu Plattner werden. Der Turn- und Sportlehrer Plattner bringt neben seiner Sport- und Betriebswirtschaftsausbildung auch Eventerfahrungen von seiner früheren Tätigkeit als Projektleiter Gigathlon von Swiss Olympic mit.

«Zusammen mit dem bestehenden CIS-Team, das punktuell ergänzt wird, und der Eigentümerin der Sportanlage, der CIS Solothurn AG, wollen wir einen Neuanfang starten», so Gilg.

Keine CIS-Beiz mehr wie bisher

Gemäss Gilg ist sicher, «dass wir das Restaurant nicht in dieser Form weiterführen können, da es defizitär wäre. Es braucht eine andere Lösung.» Der Wirt mit einem 100-Prozent-Pensum sowie weitere Teilzeitangestellte können nicht weiterbeschäftigt werden.

Der übrigen dreiköpfigen Belegschaft im Bereich Rezeption oder Sportinstruktion wurde ein entsprechendes Anstellungsangebot unterbreitet. Ausstehend ist auch, wo und wann am 30-jährigen CIS-Bau Sanierungen vorgenommen werden. «Zu Beginn des Wechsels wird es zu keinen grossen Veränderungen kommen», sagt Gilg.

Seitens Liegenschaftsbesitzerin CIS Solothurn AG seien die Renovationspläne zurzeit in Arbeit. Dies mit dem Ziel, eine Baueingabe auf Oktober einreichen zu können. Auf der Pendenzenliste von Gilg steht unter anderem ein Beach-Center für sandbasierte Sportarten:

«Hier werden wir die wirtschaftliche Machbarkeit und die mögliche räumliche Anordnung prüfen und garantiert zu einer Lösung kommen.» Auch der Bereich Tennis soll gestärkt werden, unter anderem durch mehr gedeckte Plätze.

Eisige Hallenverhältnisse

Aus Sicht einiger Anlagennutzer stünden andere Punkte in Sachen Sanierungsbedarf noch weiter oben auf dem Wunschzettel. Im Grundtenor hat der vergangene, kalte Winter den Trainingsbedingungen vieler Nutzer zugesetzt - vor allem in der Dreifachturnhalle.

«Die Temperaturen waren klar unter 18 Grad, was auch die Verletzungsanfälligkeit erhöht - selbst wenn man sich bewegt», bestätigt Günter Weber vom Ambass Drops Badminton Club. Normalerweise trainiert der Club in der weitaus jüngeren, westseitigen Raiffeisen-Halle, und nur freitags in der grossen Halle.

Selbst in der Baubranche tätig, ortet er den grössten Renovationsbedarf beim Boden und - bei der Isolation: «30 Jahre sind halt nicht spurlos am CIS vorbeigegangen.»

Es regnet in die Halle hinein

Die «katastrophalen Klimaschwankungen» im Sommer und Winter macht auch Nicolas Kofmehl, Sportverantwortlicher des Basketballclubs Solothurn, geltend. «Und zeitweise regnet es auch in die Halle hinein», ergänzt er. Ihn plagt ausserdem noch eine ganz andere Sorge.

Sowohl die Grösse als auch die Markierungen der einzelnen Basketball-Spielfelder genügen den Anforderungen nicht, die seitens Ligue National de Basket LNBA an einen Erstligisten-Club gestellt werden. «Wir haben für eine Saison eine Ausnahmebewilligung erhalten, uns aber verpflichtet, auf nächsten Sommer die Grösse einzuhalten.»

Auch LNBA-Direktor Gabriel Gisler stellt Mängel an der Halle in Solothurn fest: «Die Trainingsbedingungen sind für den Basketballclub Solothurn nicht optimal.» Zwar seien die Anforderungen für einen Erstligisten flexibler, «solange die Infrastrukturen faire und sichere Spiele erlauben».

Dennoch erachtet Gisler es als wichtig, dass die Trainings gleichenorts wie die Spiele stattfinden können und dass die zur Verfügung stehenden Hallen jenen Normen entsprechen, die auch bei Auswärtsspielen gelten.

Sanierungsbedarf bei Nasszellen

Weiter auf der Mängelliste stehen die Nasszellen. Teilweise defekte Duschen attestiert Marco Digirolamo vom Turnverein Biberist. «Vom Lebenszyklus wäre es bei der einen oder anderen Dusche an der Zeit, zum Teil wurden diese bereits auch schon ersetzt», stellt auch Gaudenz Oetterli, Medienverantwortlicher des Turnvereins Solothurn, fest.

Doch abgesehen von den Nasszellen sowie Temperaturschwankungen stellt er dem CIS in Sachen Trainingsbedingungen für Handball ein gutes Zeugnis aus. Auch Michel Vogel von der Floorball Association Solothurn (Unihockey) zeigt sich zufrieden. Für ihn sind auch die Temperaturen «im erträglichen Masse».