3. Solothurner Horntage
Von Beethovens Sonate opus 17 bis zu Freddie Mercury’s «Bohemian Rhapsody»

Am Wochenende fanden in der Kantonsschule Solothurn zum dritten Mal die Solothurner Horntage statt. 120 Hornistinnen und Hornisten waren dabei.

Hans Blaser
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Ensembles traten in verschiedenen Leistungsstufen auf.

Ensembles traten in verschiedenen Leistungsstufen auf.

Hans Blaser

Die Solothurner Horntage fanden am Wochenende bereits zum dritten Mal statt. Wieder vermochte Andreas Kamber fast 120 lern- und bildungswillige Hornistinnen und Hornisten aller Altersstufen dazu zu motivieren. Diese verteilten sich auf den schier unglaublichen Altersbereich von 6 bis 78 Jahre. Das Spektrum reichte vom kleinen Anfänger über Laienmusiker bis zum Musikstudenten immer beiderlei Geschlechts.

Um bei wirklich allen den angestrebten Förderungseffekt erreichen zu können, nutzte Kamber die Mithilfe einer ganzen Reihe entsprechender Lehrkräfte von Schweizer Musikschulen. Insbesondere für die Studierenden vermochte er zusätzlich internationale Grössen auf dem Waldhorn zu engagieren. Allen ging es um dieses Horn, das anspruchsvolle Blasinstrument, das sich so gut mit fast allen anderen Musikinstrumenten versteht. Es ist im Sinfonie- wie im Blasorchester unentbehrlich. Das ist es auch im Orchestergraben der Opernbühne. Es ist in der Blasmusik geschätzt und findet seinen Platz in der Kammermusik und traut sich ab und zu in die Volksmusik oder sogar in den Jazz. Und es hat die Fähigkeit zwischen den unterschiedlichsten Klangfarben zu vermitteln.

Leckerbissen der Horn-Literatur

Der Freitag war noch ganz für Einzellektionen geplant. Der Samstag war gefüllt mit lauter Ensembleproben und Einzellektionen. Am Abend lockte ein Konzert der Dozenten und Lehrkräfte das Publikum in die Aula, ein erster Höhepunkt des Anlasses. Da wurden Leckerbissen der Horn-Literatur von internationalen Spitzenkräften geboten. Die reichte von Beethovens Sonate opus 17, notabene gespielt auf dem Naturhorn durch Thomas Müller bis zu Freddie Mercury’s «Bohemian Rhapsody».

Professorin Sibylle Mahni spielte den ersten Satz aus dem bekanntesten Werk der Belgischen Komponistin Jane Vignery, der Sonate opus 7 auf dem Flügel begleitet. Pascal Deuber wagte sich nach dem auch nicht ganz einfachen zweiten Hornkonzert von Richard Strauss noch an die naturgemäss extrem schwierige Konzert-Etüde für Horn von Esa-Pekka Salonen. Der Sonntag wurde tagsüber für weitere Ensembleproben und Einzellektionen genutzt. Da gab aber Professor Eric Terwilliger kurz nach Mittag vor seiner Rückreise noch ein Konzert Surprise.

Ensemble-Konzert zum Abschluss

Den Abschluss der Horntage machte das Ensemble-Konzert am Sonntagabend. Das war wieder für das Publikum gedacht. Schliesslich wollten die Ensembles dem Publikum auch zeigen, was sie in ihren Proben erarbeitet haben. Als erste Gruppe stiegen die Jüngsten unter der Leitung von Fabienne Lehmann auf die Bühne für drei einfache Stücke. Zusammenspiel wird mit einfachen Melodien gelernt, egal auf welchem Instrument.

Die einzelnen Ensembles folgten entsprechend ihrer Leistungsstufe. Sie hatten Grössen von bis zu 15 Bläsern. Das abschliessende achte Ensemble bildeten die Studierenden. Unter der Leitung von Olivier Darbellay interpretierten sie ein Arrangement für 8 Hörner der Sätze Mars und Jupiter aus Gustav Holsts Planeten-Suite. Dem begeisterten Applaus waren sie gewappnet. Die bekannte Arie des Prinzen Kalaf «Nessun dorma» aus der Oper «Turandot» war als mehrstimmiger Waldhornklang zu geniessen.

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