Kapuzinerkloster
280 Kilo Kartoffeln wurden fürs alljährliche Röschti-Essen verarbeitet

300 Gäste wurden bedient – Die Bilanz des diesjährigen Röschti-Essens der «Perspektive» fällt positiv aus.

Katharina Arni-Howald
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Röschti-Essen in Solothurn
27 Bilder
Das dampfte (und duftete wahrscheinlich auch)
Urs Bucher (l.) und Urs Mathys (r.) in Schürzen und voller Elan
Der Stellvertretende Chefredaktor der Solothurner Zeitung Urs Mathys (r.)in der Küche.
Roberto Zanetti, Ständerat der SP
Am Röschti-Ässe 2016
Auch Kuchen gabs am Röschti-Ässe
Für ihn gabs keine Röschti
Lecker sahen die Teller aus.
Dani Fohrler mit Röschti und Salat
Philipp Hadorn, SP-Ständerat servierte Röschti
Beat Kaech servierte ebenfalls
Franziska Roth (SP) war auch dabei

Röschti-Essen in Solothurn

Tina und Thomas Ulrich

In der Küche des Kapuzinerklosters wird speditiv gearbeitet. Um nicht überrannt zu werden, drückt man sich besser in eine Ecke und schaut dem Treiben aus Distanz zu. Martin Blaser vom Imbisswagen S-Mobil rührt in einer riesigen Bratpfanne und schaut zu, wie die Schweizer Nationalspeise Farbe annimmt.

Daneben schichten Promis Raclettekäse, Speck oder Cervelats über das herrlich duftende Gericht. Das Servicepersonal nimmt die Tonpfännchen in Empfang und läuft los. Im Refektorium warten hungrige Gäste auf das Mittagessen, das alles hält, was es verspricht.

Über alle Parteigrenzen

Oberrichter Daniel Kiefer, der wie viele andere bekannte Persönlichkeiten die Köstlichkeiten zu den Tischen jongliert, blickt kurz in die Runde und stellt fest: «Ein wunderschöner Anblick, alle sind glücklich.» Man kennt sich, und das gemeinsame Essen ist eine gute Gelegenheit, auf gute Solothurner Art gemütlich zusammenzusitzen.

CVP-Mitglied Ruedi Mangold schwärmt: «Der Anlass ist absolut spitze. Die Helferinnen und Helfer arbeiten über die Parteigrenzen hinweg zusammen.» Dem pflichtet auch Markus Flückiger aus Rüti bei Büren bei: «Ich und meine Frau freuen uns jedes Jahr auf das Ereignis. Alles ist perfekt und die Lokalität einmalig.»

Neu mit Kaffeestube

In der neu ins Leben gerufenen Kaffeestube warten nebst Kaffee herrliche Kuchen auf die Besucher. Alle selbst gebacken von den Mitarbeitenden der «Perspektive». Dort treffen wir auch den Gastronom Urs Bucher, der vor neun Jahren zusammen mit Roberto Zanetti das RöschtiEssen ins Leben rief.

Während fünf Jahren wurde der Anlass in einem Zelt an der HESO durchgeführt. Danach fiel die Wahl aufs Kapuzinerkloster. Dieser Ort habe nicht nur Charme, sondern Parallelen zur Gassenküche, der der Erlös zugutekommt. «Hier konnten Randständige und Bedürftige jeden Tag einen Teller warme Suppe abholen.»

Frisch und authentisch

Urs Bucher freut sich aber auch, dass vor Ort gekocht werden kann und nur regionale Produkte verwendet werden. «Die Küche im Kloster ist nicht mehr in Betrieb, deshalb haben wir vom Schnitzer bis zur Pfanne alles mitnehmen müssen. Fertigröschti? Urs Bucher rümpft die Nase: «Wir legen Wert darauf, dass alles authentisch ist.» Gerade das ist es wohl, was das Röschti-Essen zu einem besonderen Erlebnis macht.