«Wir durften 2500 Gäste, 500 mehr als im Vorjahr, begrüssen», zieht Eva Gauch, OK-Verantwortliche der Solothurner Sommerfilme eine sehr positive Bilanz der diesjährigen fünf Filmabende. Grösstenteils hatte das Team des Alten Spitals Petrus auf seiner Seite, «und am Sonntag kamen wir gerade noch so um den grossen Regen herum».

Dank dem ausgewogenen Programm habe man über die ganze Dauer der Sommerfilme gute Frequenzen gehabt, «im so genannten Jahrhundertsommer 2003 zählten wir nur gerade 17 Eintritte mehr als dieses Jahr.» Finanziell habe sie die Übersicht noch nicht, doch dürfte das Ergebnis sicher positiv ausfallen, glaubt Eva Gauch. 

Zumal sie auch recht viel Kinowerbung habe verkaufen können – «wenn Wahlen sind, schenkt das zusätzlich ein». Und Eva Gauch weiter: «Es traf sich auch gut, dass wir jeden Abend noch Tickets an der Abendkasse anbieten konnten» – so konnten sich auch Kurzentschlossene doch noch einen Filmabend auf der Krummturmschanze reinziehen. Auch die Caterer seien mit dem Verlauf sehr zufrieden gewesen, «sogar am trüben Sonntagabend gabs noch vier Tische, wo die Gäste im Regen gegessen haben». Erstmals mit von der Partie war der Tibeter-Verein mit einem «sympathischen Auftritt».

Auftaktfilm zog am meisten

Obwohl sich der Auftaktabend am Dienstag auch nicht von der schönsten und wärmsten Seite gezeigt hatte, war der gezeigte Film «The hundred foot journey» mit Helen Mirren der best besuchte. «Er war halt der Wohlfühlfilm schlechthin im Programm», findet Eva Gauch eine klare Begründung für die grosse Nachfrage. Nicht so gut kam auf der Krummtrumschanze dagegen am Mittwoch «ausgerechnet unser Schweizer Film», nämlich der Streifen «Pause» aus der Romandie an. «Da war wohl der Röstigraben im Spiel», lacht die Betriebsleiterin des Alten Spitals, die gestern in strömendem Regen mit dem Aufräumen beschäftigt war. Allerdings habe es am Mittwoch doch noch einen zufriedenstellenden Publikumsaufmarsch gegeben – dank dem Sponsorenanlass mit der Stadt- und Gewerbevereinigung Solothurn. Nicht gross störte am wunderschönen Samstagabend auch das benachbarte Street-Musik-Festival. «Das ist halt Solothurn – einzig in der Pause hat sich eine Zuschauerin erkundigt, woher die Musik komme.»

Jubiläum mit Reprisen

Die 19. Sommerfilme in der Vorstadt wurden aber auch schon für die Vorarbeiten zum 20-Jahr-Jubiläum im August 2016 benützt. Das Publikum durfte per verteilte Zettel entscheiden, welche Filme der letzten Jahre es unbedingt nochmals sehen möchte.

Denn das Jubiläumsprogramm umfasst acht Abende von Sonntag bis Sonntag, von denen fünf Reprisen gewidmet sein werden. Die Umfrage laufe online noch weiter und sie habe auch die Zettelflut noch nicht auswerten können, so Eva Gauch. «Aber es würde mich nicht gross überraschen, wenn ‹Intouchables» ganz vorne liegt.»