Der Solothurner Light run ist eine Erfolgsgeschichte. Das gemeinsame Laufen am Abend, vorbei an den speziell beleuchteten Besonderheiten der schönsten Schweizer Barockstadt bietet ausgefallene Anreize. Die diversen Lichtinstallationen, Zwischenstopp-Möglichkeiten zum Durchatmen, Trinken, Plaudern, die Musik vom Streckenrand, das Bunte, Leuchtende, Fluoreszierende – all das beflügelt, begeistert, betört.

Die Aktiven legen eine 5-km-Strecke zurück, wobei das Tempo nicht von Bedeutung ist. Start und Ziel inklusive After Run Party befinden sich im CIS Sportzentrum Solothurn, der Lauf führt durch die Alt- und Vorstadt. Die Einzigartigkeit des Events begründet dessen Zugkraft. Ausgebuchte Startfelder gehören dazu. 1000 Läuferinnen und Läufer waren es bei der Premiere vor zwei Jahren, 1500 letztes Jahr. Und nun liess sich dank Optimierung und enger Zusammenarbeit mit den Stadtbehörden die Anzahl Startende auf 1800 erhöhen. «Mehr aber wird nicht mehr möglich sein.», so Initiant Boris Graber.

Anhalten und zuhören

Wie gross das Feld auch immer, auffallend ist: Die Frauen sind in der Mehrzahl. Aufgeteilt werden die in fluoreszierenden Farben bunt bekleideten und bemalten Läuferinnen und Läufer erstmals in vier Startblöcke zwischen 20.53 und 21.06 Uhr. Bei der Premiere wars noch einer, letztes Jahr gab es zwei Blocks. «Wir hoffen so, Staus und zu grosse Ansammlungen an den Grossschauplätzen unterwegs vermeiden zu können», sagt dazu Graber. Der Zielschluss ist auf 22.15 Uhr angesetzt. Es folgt die After Run Party.

Indes fordert die Planung. Der bunt leuchtende Tatzelwurm bewegt sich nicht konstant vorwärts. Grund dafür bilden die verschiedenen Attraktionen unterwegs. Die Schönheiten der Stadt sind zu bewundern. Es lässt sich auch verweilen unterwegs – und staunen, lachen, sich verpflegen. Und erstmals in diesem Jahr bietet sich die Möglichkeit, explizit zuzuhören. Bei der St.-Ursen-Kathedrale wie beim Palais Besenval erzählen zwei Stadtführer Historisches, Witziges, Wissenswertes zu Charakteristischem von Solothurn, zu Punkten, an denen eben erst durchgelaufen worden ist.

Queens und Kings werden gekürt

Ein «spannendes Pilotprojekt, bei dem es sich zeigen wird, was es auslöst», sagt Graber. Vor allem die vielen Auswärtigen dürften so in der Schweizer Stadt mit den meisten Stadtführungen auf ihre Rechnung kommen – gratis notabene. Und gekürt wird hinterher die Queen und der King des Light run 2018: Bei der Passage durch ein Märchenschloss am Aareufer bietet sich beim Fotopoint die Möglichkeit, den Erfolg beim Schminken mit der entsprechenden Mimik zur Geltung zu bringen.

Nur der Light run aber sorgt nicht dafür, dass sich Solothurn immer stärker als Stadt der besonderen Laufevents profiliert. Die Aarerundi Challenge im Frühling mit der Charity-Aktion gehört ebenso dazu wie der Läbkuchen Run vor Weihnachten. Zurück gehen diese Laufevents wie auch die Lauf- oder Pilateskurse alle auf Graber und sein Team. Mit dem Laufshop SOL-ID haben sie vor dreieinhalb Jahren begonnen für gesunde Bewegung in Solothurn zu sorgen.

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