Altes Zeughaus

13'000 Besucher schauten sich bisher das umgebaute Museum an

Ein Blick in die erste Sonderausstellung im Museum Altes Zeughaus. «Making off ...» widmet sich dem Umbau und der Innensanierung.

Ein Blick in die erste Sonderausstellung im Museum Altes Zeughaus. «Making off ...» widmet sich dem Umbau und der Innensanierung.

Das umgebaute Museum Altes Zeughaus in Solothurn entpuppte sich in den ersten fünf Monaten als Publikumsmagnet. Nun soll die erste Sonderausstellung zum Werdegang des Umbaus noch mehr Leute in die Waffensammlung locken.

Vor fünf Monaten wurde das Museum Altes Zeughaus in Solothurn neu eröffnet und schon 13'000 Besucher haben sich seither die neu konzipierten Ausstellungsräume angeschaut. Diese Zahl nannte Co-Museumsleiterin Claudia Moritzi anlässlich der Eröffnung der ersten Sonderausstellung im dritten Stock des Hauses.

«Making off ...» heisst die erste Sonder-Ausstellung und sie zeigt an mehreren Stationen anschaulich den Werdegang des Umbaues, die vielen technischen Schwierigkeiten und deren Lösungen. Insbesondere die Statik des Hauses hatte ja während der Bauarbeiten den Fachleuten einige schlaflose Nächte beschert.

Doch auch das «Innenleben» des Hauses, das jetzt auf dem höchsten technischen Stand ist, wird an mehreren Stationen beschrieben und vorgestellt. Zu sehen und nachzulesen ist auch die ganze Vorgeschichte zur Renovation. Beispielsweise die Ausschreibung des Architekturwettbewerbs und das Modell des Siegerprojektes.

Ein Film zeigt im Zeitraffer sehr deutlich, wie die Arbeiten vonstatten gingen. Immer wieder werden an den Schauwänden auch Menschen porträtiert, welche massgeblich am Umbau mitwirkten. «Für mich war es eine Ehre, an diesem Umbau mit dabei zu sein», lässt sich beispielsweise Holzbauer Björn Bader zitieren.

Unvergessliches Bau-Projekt

An der Vernissage sprach Kantonsbaumeister Bernhard Mäusli. Mit Blick auf den kommenden Solothurner Architekturpreis meinte er: «Ich bin sicher, das nächste Mal wird auch der Umbau des Museums Altes Zeughauses dort eine Rolle spielen.»

Mäusli dankte allen Fachleuten, die mit ihrer Handwerkskunst und vollem Einsatz zum Gelingen des Umbaues beigetragen haben. Er übergab das Wort Hansruedi Trachsel, der Hauptprojektleiter des Umbaues war. Dies sei sein erstes Projekt gewesen, als er vor anderthalb Jahren seine Arbeit beim kantonalen Hochbauamt antrat, verriet Trachsel. Während dieses Projektes habe er eine neue Solothurner Zahl kennen gelernt: die 17. «Die Bauzeit betrug 17 Monate; am 17. Juni konnte die Eröffnung gefeiert werden und am 17. November wird die erste Sonderausstellung gezeigt.»

Bei diesem Projekt habe er die denkmalpflegerischer Sichtweise kennen gelernt und man habe gemeinsam spannende Lösungen gefunden. Auch Trachsel erinnerte sich an mulmige Momente. Besonders als ihm gesagt wurde, dass sich ein Boden in diesem Haus schon mal um fast 40 Zentimeter angehoben habe, als vor Jahren die Dachziegel erneuert wurden.

«Wir beschlossen daher, allen Schutt, den wir zutage förderten, möglichst im Haus zu belassen, bis die Statik völlig ertüchtigt war.» Im Gegensatz zu anderen Bauten, sei dieser Umbau besonders gelungen, weil man fast nichts von den neuen Massnahmen und Einbauten sehe, so Trachsel.

Jürg Räz, Co-Museumsleiter ist mit dem Museums-Betrieb in den ersten Wochen sehr zufrieden. «Wir bekommen schöne Rückmeldungen. Einige ‹Kinderkrankheiten› gibt es noch», berichtet er und nennt beispielsweise die Besucherführung im Toilettenbereich.

Wiedereröffnung altes Zeughaus Solothurn

Wiedereröffnung altes Zeughaus Solothurn

5000 Waffen wurden vor knapp zwei Jahren an einen geheimen Ort gebracht um das alte Zeughaus zu sanieren.

Schulen vermehrt ansprechen

Das Angebot für Führungen durch die Ausstellung werde gut genutzt, so Räz. «Wir hatten nach dem Neustart des Hauses täglich zwei Führungen. Jetzt ist es etwas weniger geworden, doch bis Ende Jahr liegen wieder etliche Reservationen vor.» Zufrieden ist Räz mit der Buchung des dritten Stockes für halb-öffentliche oder private Anlässe.

«Es hat noch Platz und muss sich noch etwas besser herumsprechen, dass man auch im Museum Altes Zeughaus einen schönen Apéro für eine grössere Gesellschaft veranstalten kann.» Verbessert werden sollten noch die Besucherzahlen von Schulen. «Hier müssen wir unsere Werbemassnahmen noch gezielter an die Hand nehmen und aktiver werden.»

Ideen für weitere Sonderausstellungen seien jedenfalls noch genügend vorhanden, meinte Räz. «Wir haben ja Vieles aus der ehemaligen Ausstellung ins Depot genommen. Damit können wir arbeiten und interessante Sonderausstellungen gestalten.»

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