Einsiedelei
113'000 Franken Schaden durch Brand in Kapelle – Versicherung übernimmt nur knapp die Hälfte

Der Brand vom März 2017 in der St. Verenakapelle in der Einsiedelei hat einen Schaden von 113'000 Franken verursacht. Die Gebäudeversicherung will jedoch nur rund 60'000 Franken übernehmen. Dagegen hat die Bürgergemeinde Beschwerde eingereicht.

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Beim Brand in der Verenakapelle entstanden Russschäden. (Archiv)

Beim Brand in der Verenakapelle entstanden Russschäden. (Archiv)

Kapo SO

In einer Holzkiste entsorgte Kerzenreste lösten am 1. März einen Brand im hinteren Teil der St. Verenakapelle aus. Einsiedler Michael Daum hatte den Brand bemerkt und zum Feuerlöscher gegriffen. Die Feuerwehr löschte das Feuer schlussendlich komplett.

Die Verenakapelle nach dem Brand vom 1. März
7 Bilder
In dieser Ecke brannte es.
Einsiedler greift rasch zum Feuerlöscher Am Mittwoch brannte es in der Verenaschlucht in der Kapelle der Einsiedelei. Der Einsiedler reagierte schnell und konnte Schlimmeres verhindern.
Russ am Boden
Auch an der Decke hat der Russ Schaden angerichtet
Die verkohlte Verenakapelle

Die Verenakapelle nach dem Brand vom 1. März

TeleM1

Jetzt ist klar, wie teuer eine Reinigung und Instandsetzung kommt: Die Reinigung der betroffenen Oberflächen in der Kapelle kostet gemäss Offerten von spezialisierten Firmen etwas über 113'000 Franken, teilt die Bürgergemeinde Solothurn mit.

So viel Geld wird die Besitzerin der Einsiedelei aber nicht von der kantonalen Gebäudeversicherung erhalten. «Da sie der Meinung ist, dass ein Teil der offerierten Arbeiten als Sanierungsmassnahmen einzustufen ist, anerkennt sie nur eine Schadensumme von rund 60'000 Franken», heisst es.

Aus Sicht der Bürgergemeinde Solothurn und der Kapellen liegt das Problem darin, das gewisse Reinigungsarbeiten an heiklen Oberflächen gar nicht ohne anschliessende Sanierung möglich sind. So muss bemalter Verputz nach dessen Reinigung neu angebracht werden.

Die Bürgergemeinde Solothurn hat gegen die Schadenabschätzung der solothurnischen Gebäudeversicherung beim Verwaltungsgericht provisorisch Beschwerde erhoben. Ob sie tatsächlich gegen den Entscheid angehen wird, ist noch unklar. «Zur Zeit hat die Bürgergemeinde noch nicht definitiv entschieden, ob sie den finanziellen Aufwand für die Beschwerde und das Risiko einer Ablehnung auch tatsächlich tragen will oder ob sie auf eine Beschwerde verzichtet und das damit gesparte Geld lieber direkt in die Sanierung der Kapelle investiert.» (ldu)