Die Sanierung der durch einem Brandanschlag Anfang dieses Jahres arg in Mitleidenschaft gezogenen St. Ursen-Kathedrale wird gemäss einem nun vorliegenden, verbindlichen Kostenvoranschlag rund 3,5 Millionen Franken kosten - und damit deutlich höher als bisher angenommen. Dies teilte die Römisch-katholische Kirchgemeinde Solothurn am Mittwoch in einem Communiqué mit. Die Kosten für die Brandsanierung seien durch Versicherungsleistungen gedeckt, heisst es.

Der Brand hat den jüngsten Informationen zufolge zu einem Totalschaden bei einigen Ausstattungsobjekten und der Technik im Chorbereich geführt. Auch sind praktisch alle Oberflächen mit oelig-schmierigen Russpartikeln verdreckt. Durch den Überdruck während des Brandes seien Russpartikel in alle Ritzen und Vertiefungen eingedrungen. Die Hauptorgel und die Chororgel inklusive der Pfeifen sind stark verrusst.

Arbeiten beginnen Mitte April

Mit den Arbeiten zur Sanierung der Brandschäden wird voraussichtlich Mitte April mit dem Erstellen der aufwändigen Gerüstung begonnen.

Parallel dazu soll zudem die Konzeption und Planung der übrigen Sanierung in Angriff genommen werden. Diese betrifft die technischen Anlagen wie Elektrizität, Beleuchtung, Akustik und Heizung sowie die Restaurierung von Ausstattungsgegenständen und von Kunstobjekten.

Wieviel die übrige Sanierung kostet, ist noch unklar. Die Kirchgemeinde ist hierfür aber auf Spenden angewiesen. Unmittelbar nach dem Brandanschlag hat der Verein Pro Kathedrale St. Urs und Viktor eine Spendensammlung lanciert und bisher über 143000 Franken eingenommen.

Am kommenden Samstag organsiert die Kirchgemeinde öffentliche Führungen zur Erläuterung der Sanierungsmassnahmen. Diese finden um 13 Uhr, 14 Uhr und 15 Uhr statt. Die Kathedrale soll voraussichtlich am 30. September 2012, dem St. Ursen-Tag, wiedereröffnet werden. (bau)