Sozial- und Gesundheitskommission
Braucht Solothurn ein eigenes «Armutsmonitoring»?

Die zuständige Sozial- und Gesundheitskommission lässt dies abklären. Zudem hat die Kommission zuhanden des Kantonsrates eine Bedarfsanalyse und Angebotsplanung für erwachsene Menschen mit Behinderung verabschiedet.

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Infolge der Pandemie dürfte die Anzahl armutsbetroffener Menschen noch weiter ansteigen, meint die Sozial- und Gesundheitskommission. In Lausanne standen während dem Lockdown Bedürftige für Lebensmittel an.

Infolge der Pandemie dürfte die Anzahl armutsbetroffener Menschen noch weiter ansteigen, meint die Sozial- und Gesundheitskommission. In Lausanne standen während dem Lockdown Bedürftige für Lebensmittel an.

Jean-Christophe Bott/ Keystone

Die Schweiz hat es sich zum Ziel gesetzt, die Zahl armutsbetroffener Menschen zu verringern. Das sei bisher aber nicht gelungen, schreibt die kantonsrätliche Sozial- und Gesundheitskommission. Und wegen der Pandemie dürfte die Anzahl armutsbetroffener Menschen noch weiter ansteigen. Darum hat SP-Kantonsrätin Luzia Stocker gefordert, ein kantonales Armutsmonitoring zu schaffen. Mit diesem soll die Armut wirksam bekämpft werden.

Der Hintergrund: Das nationale Parlament verlangte vom Bundesrat, ein regelmässiges Monitoring der Armutssituation in der Schweiz durchzuführen. Dazu ist er allerdings auf die Mithilfe der Kantone angewiesen. Für den Kanton Solothurn soll nun die Berner Fachhochschule ein Vorprojekt machen. Damit soll die Machbarkeit geprüft werden. Mit dieser Studie soll später entschieden werden, ob der Kanton Solothurn ein eigenes Armutsmonitoring einführt oder ob das nationale Monitoring abgewartet werden soll.

Angebot für Menschen mit Behinderung besser planen

Weiter hat die Sozial- und Gesundheitskommission eine Bedarfsanalyse und Angebotsplanung für erwachsene Menschen mit Behinderung zuhanden des Kantonsrats verabschiedet. Einerseits soll dieser Bericht aufzeigen, wie viele Plätze in Werkstätten und Behindertenheimen es im Kanton braucht. Andererseits haben Menschen mit Behinderung im Kanton immer mehr Möglichkeiten. Auch dem soll Rechnung getragen werden. Sie sollen die Wahl haben zwischen verschiedenen Angeboten, auch halbstationären oder ambulanten. So sollen sie stärker selbst darüber entscheiden können, wie sie leben wollen. (szr)

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