Landhausquai

Sommernachtsfest: In wetterfester Laune am Aareufer gefeiert

Am Samstagabend steppte am Landhausquai der Bär – dank Petrus’ Segen weitgehend im Trockenen. Auf der Openair-Bühne gab Singer und Songwriter Daniel Meister alias Dood seine melodiösen Werke zum Besten.

Das Kinderprogramm des Sommernachtsfests beginnt bereits um 17Uhr im Kreuzsaal mit Papagallo und Gollo, eine Live-Show von Göläs beliebten Hörbücher. Gollo, ein Zigeuner, bereist die Welt in treuer Begleitung seines Papageis Papagallo. Zusammen mit ihren Freunden erzählen und besingen die beiden ihre Erlebnisse. Die Reise führt als erstes nach Jamaika. Gollo erklärt den Kindern, dass die Jamaikaner sich langsam zur Musik bewegen, weil es da so heiss sei. Er animiert sie dazu, gleich beim folgenden Reggae-Song mitzusingen und mitzutanzen.

Die begeisterten Kinder singen lauthals mit. «Die Kinder kennen Gollo und Papagallo gut», erzählt Adrian Meichtri aus Solothurn. Er ist mit Tochter Norma und Sohn Elio dabei. Er kenne allerdings diejenigen Lieder und Geschichten auch gut, die zu Hause immer gehört werden, sagt Meichtri lachend.

«Es ist lustig hier»

Ab 18 Uhr kann man am Landhausquai die Festwirtschaft erkunden. Zwischen dem Restaurant Kreuz und der Wengibrücke stehen verschiedene kulinarische Köstlichkeiten und Getränke zur Auswahl, welche von den Veranstaltern des Strassenfests angeboten werden: Genossenschaft Kreuz, Cafébar Landhaus, Sommerbeiz, Jugendherberge, «Mediterrane Leckereien», Aarebar, Salzhaus, Cantina del Vino, Spielhimmel, Russissimo und der Bar Am Quai.

Trotz des bewölkten Himmels sammeln sich immer mehr Leute an den Festbänken und vor der Openair-Bühne am Landhausquai. Manche von ihnen sind eher zufällig am Sommernachtsfest gelandet, wie Pascal Grossenbacher aus Niederbipp.

«Es ist einer der wenigen Anlässe, wo in Solothurn so viele Leute sind.»

Das Wetter hält ihn und seine Freunde nicht davon ab, es sich vor dem Salzhaus gemütlich zu machen und sie sind sich einig: «Es ist lustig hier.» Andreas Schneider aus Lüsslingen und Marco Krieg aus Nennigkofen sind auch zusammen mit ihren Freunden am Strassenfest. «Wenn etwas in Solothurn läuft, muss man es unterstützen», meint Krieg und Schneider ergänzt: «Es ist einer der wenigen Anlässe, wo in Solothurn so viele Leute sind.»

Mit seiner Gitarre unter dem Arm spielt Daniel Meister eher ruhige Klänge – optimale Begleitung zum Abendessen. Anschliessend spielen die Jungs von «Slam & Howie and the Reserve Men». Die Band ist dank vieler Auftritte bereits bestens bekannt in Solothurn. Dem entsprechend finden sich viele Leute vor der Bühne tanzend und singend zum Bastard Speed Country Sound wieder.

Das Wetter meint es gut mit «Slam & Howie and the Reserve Men», denn erst bei der Zugabe fallen die ersten Tropfen Regen. Ausser einigen eingefleischten Fans suchen alle Zuflucht in den umliegenden Gebäuden. Geschützt vom Regen kann nach den Konzerten noch bis um 3Uhr in der Früh zu der Musik von den DJs Plusminus im Kreuzsaal getanzt werden.

«Angenehmes und schönes Fest»

Michael Wilhelm, Organisator des Sommernachtsfests, zieht Bilanz: «Es war ein angenehmes und sehr schönes Fest.» Das Wetter habe vermutlich viele Leute abgeschreckt, deshalb seien dieses Jahr weniger Leute auf dem Festplatz, dafür um so mehr an der anschliessenden Kreuzdisco gewesen. «Die Kreuzdisco war der Renner.»

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