Kantonsrat
Solothurns Beamte dürfen wieder mit Windows arbeiten

Neben dem lizenzgebührenfreien Betriebssystem Linux setzt der Kanton Solothurn auch wieder auf Windows. Diese Kehrtwende in der IT-Strategie hat der Kantonsrat heute abgesegnet.

Marco Zwahlen
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Keystone

Traktandiert war erstmalig eine Investitionsrechnung für das Informatikprogramm 2011 bis 2014 mit Verpflichtungskredit für Kleinprojekte mit Beginn 2011. Darin enthalten sind laufende Grossprojekte für 17,5 sowie Kleinprojekte für 14,5 Mio. Franken (7,1 Infrastruktur, 7,4 Mio. Franken Dienstleistungen). Einstimmig aber mit Vorbehalt hat der Kantonsrat dem Verpflichtungskredit zugestimmt.

Grund für den Vorbehalt sind die noch nicht absehbaren Kostenfolgen der neuen IT-Startegie, in deren Zuge die Regierung dem Kantonrat aber bereits einen Zusatz- und Nachtragskredit in Aussicht stellt. Neu muss der Kanton Solothurn statt nur auf das lizenzfreie Betriebssystem Linux auch wieder auf Microsoft-Produkte setzen - die absolute Open-Source-Strategie musste die Regierung im Laufe dieses Jahres als gescheitert erklären. Nachdem jegliche Krtitik jahrelang in der Regierung auf taube Ohren stiess, hat Finanzdirektor Christian Wanner grundsätzlich Fehler eingestanden. Von diesem Eingeständis nahm er sich nicht aus.

Flächendeckend Microsoft-Outlook

Für das kommende Jahr stehen folgende Anpassungen in der Verwaltung an. Als Ersatz für das untaugliche E-Mail- Linux -System Scalix wird Microsoft Outlook 2010 eingeführt. Und: Die erst 2009 eingeführte Linux -Arbeitsoberfläche (Desktop) der Computer weicht flächendeckend einem Windows-Desktop, ergänzt mit Open-Office-Programmen (writer, calc, impress) für Innenbeziehungen in der Verwaltung. Den Bedürfnissen der Dienststellen entsprechend und gestützt auf einen Kriterienkatalog kann dieser Desktop mit Microsoft Office 2010 (Winword, Excel, PowerPoint) ergänzt werden.