Heiraten

Solothurner Standesämter hatten 2013 weniger zu tun

2013 liessen sich rund 100 Paare weniger als im Vorjahr trauen.

2013 liessen sich rund 100 Paare weniger als im Vorjahr trauen.

Das Heiratsfieber ist bei den Solothurnern 2013 nicht ausgebrochen. Dies zeigen die neuen Zahlen der Zivilstandsämter: 1063 Ehen wurden im letzten Jahr im Kanton geschlossen – rund 100 weniger als im Vorjahr.

Herr und Herr sowie Frau und Frau Solothurner gaben sich noch zurückhaltender das Ja-Wort: 14 gleichgeschlechtliche Paare liessen 2013 ihre Partnerschaft eintragen, 2012 waren es 16, 2011 gerade 9.

«Den grössten Ansturm hatten wir hier 2006, als diese Möglichkeit geschaffen worden ist», sagt Peter Naef vom Amt für Gemeinden, wo die Zivilstandsämter organisatorisch angesiedelt sind. Damals habe es einen Nachholbedarf gegeben.

20 Minuten für ewigen Bund

Im Schnitt dauerte eine Heirat um die 20 Minuten. «Die Dauer hängt relativ stark von den einzelnen Zivilstandsbeamten ab», sagt Peter Naef. Wer sich wirklich nur auf das Notwendigste konzentriere, könne in fünf bis zehn Minuten verheiratet sein.

Besonders beliebt sind grundsätzlich die Termine auf das Wochenende hin. Jedes der Solothurner Zivilstandsämter im Kanton hat einmal pro Monat samstags geöffnet. In den letzten Jahren eigentlich immer ausgebucht waren laut Peter Naef die Trauungen auf den Solothurner Schlössern.

Auch für 2014 gibt es noch zahlreiche freie Plätze. «In der Regel sind nur spezielle Daten ausgebucht», sagt Peter Naef. So gibt es in diesem Jahr auch keine besonders begehrte Schnapszahlen mehr: Der 12.12.12. war für lange Zeit die letzte.

Ein traditionelles Rollenmodell pflegen die Solothurner nicht nur bei der Namenswahl (wir berichteten). Auch beim Alter der Ehepartner setzten Solothurner auf ein konservatives Weltbild: Laut dem Bundesamt für Statistik waren die Solothurnerinnen bei ihrer ersten Hochzeit im Schnitt 29,3 Jahre alt; ihre Bräutigamme waren etwas älter, nämlich 31,8 Jahre alt. (lfh)

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