Solothurn
Solothurner Quote der Kantischüler ist im CH-Vergleich tief

Die Kantonsschulen Olten und Solothurn werden dieses Jahr mit 430 Schülern – bei 531 Anmeldungen – etwas mehr Schüler in ihre Maturitätslehrgänge aufnehmen als im Vorjahr (409). Einen Rückgang verzeichnet die Fachmittelschule.

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Den Sek P an den Kantonsschulen kommt die Funktion von Referenzschulen zu

Den Sek P an den Kantonsschulen kommt die Funktion von Referenzschulen zu

Felix Gerber

Die Kantonsschulen Olten und Solothurn haben ihre Aufnahmeverfahren abgeschlossen. Für die Maturitätsabteilungen haben sich insgesamt 581 Schüler angemeldet. Aufgenommen wurden 430 Schüler, was gegenüber dem Vorjahr einer Zunahme von 5,1 Prozent entspricht. Der Rückgang des letzten Jahres wurde damit kompensiert.

Von den Aufgenommenen stammen zwei Drittel aus den Unter- oder Progymnasien, die übrigen aus den Bezirksschulen. Die 430 in die Maturitätsschule aufgenommenen Schüler entsprechen 17,5 Prozent der Jugendlichen dieses Altersjahrgangs, was im interkantonalen Vergleich tief ist.

Solothurner «Boom» bei den Naturwissenschaften

An der Kantonsschule Solothurn verzeichnen die mathematisch-naturwissenschaftlichen Schwerpunktrichtungen (Biologie und Chemie, Anwendungen der Mathematik und Physik) eine deutliche Zunahme. Diesem gegenüber steht ein Rückgang in Wirtschaft und Recht sowie im musischen Bereich (Bildnerisches Gestalten, Musik).

Markant häufiger gewählt wurde hingegen in Olten das Schwerpunktfach Wirtschaft und Recht. Das Interesse für die übrigen Schwerpunkte bewegt sich im Bereich des Vorjahrs.

Rückläufige Entwicklung bei der Fachmittelschule

Gegenüber dem Vorjahr haben sich deutlich weniger Schüler für die Fachmittelschule angemeldet. Von den 123 zur Aufnahmeprüfung angetretenen Schülern werden nach bestandener Prüfung und nach Berücksichtigung von Rückzügen 75 Kandidaten (Vorjahr 107) aufgenommen. Dies entspricht einer Aufnahmequote von 3 Prozent der Jugendlichen dieses Altersjahrgangs. Angeboten werden wie bisher die Berufsfelder Pädagogik, Gesundheit und Soziale Arbeit.

Prüfungen nach einheitlichen Kriterien

Die Aufnahmeprüfungen der Kantonsschulen werden jeweils zusammen mit Vertretern der abgebenden Schulen vorbereitet und durchgeführt sowie nach einheitlichen Kriterien bewertet. Die für die Fachmittelschule und die Berufsmaturitätsschule einheitlichen Aufnahmeprüfungen fanden Ende März statt.

Die Zuweisung zur Sekundarschule P erfolgt durch die Primarschulen und stützt sich auf die kantonale Vergleichsarbeit in der 6. Primarklasse, auf die Erfahrungsnoten und auf das Lehrerurteil. Insgesamt werden an den beiden Kantonsschulen 295 Schüler (Vorjahr 296) in eine Sek-P-Klasse eintreten, was wie im Vorjahr rund 25% aller Schüler dieses Jahrgangs im Einzugsgebiet entspricht.

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