Wahllisten
Solothurner FDP-Kandidaten zahlen weniger

Bei der FDP Zürich kosten die vordersten Plätze 40 000 Franken. Auch in Solothurn ist eine Kandidatur nicht gratis, aber viel günstiger.

Elisabeth Seifert
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Keystone

«Von solchen Beträgen distanzieren wir uns klar», sagte Christian Scheuermeyer, Präsident der FDP Kanton Solothurn. Gemäss einem Artikel der «NZZ am Sonntag» hat die Parteileitung der Zürcher FDP letzte Woche all ihren Mitgliedern, die für den Nationalrat kandidieren wollen, die kostspieligen Bedingungen durchgegeben. Wer sich auf einen der vier ersten Listenplätze setzen lassen will, muss dafür 40000 Franken hinblättern. Danach gehts abgestuft weiter: Die Plätze fünf und sechs kosten 25000 Franken, für Platz 12 muss jemand immerhin noch 5000 Franken hinlegen. Weniger teuer sind dann die hinteren Listenplätze.

Nur FDP und SVP erheben Beiträge

Auch in Solothurn ist es für Kandidaten der FDP nicht gratis, sich auf eine Wahlliste setzen zu lassen. «Wir sprechen aber von anderen Zahlen», betont Christian Scheuermeyer. «Und zudem werden die Plätze nicht immer teurer, je weiter vorne sie liegen.» Was jemand für einen Listenplatz zahlen muss, will Scheuermeyer allerdings nicht sagen. «Die Kosten liegen bei einem Bruchteil dessen, was in Zürich einer der vier ersten Plätze kostet.» Der Solothurner FDP-Präsident nimmt weiter an, dass die Zürcher Ansätze am Freitag an der Versammlung der FDP Schweiz in Herisau zu reden geben werden.

Neben der FDP müssen im Kanton Solothurn nur Kandidaten der SVP für einen Platz auf der Liste für die nationalen Wahlen zahlen. Gemäss Kantonalparteipräsident Heinz Müller kostete eine Kandidatur bis jetzt 2000 Franken.

SP, CVP und Grüne hingegen verrechnen ihren Kandidaten keinen Beitrag für einen Listenplatz. Anders als bei der FDP müssen dafür alle Mitglieder der übrigen Parteien – auch der SVP – einen jährlichen Mitgliederbeitrag zahlen. Bei den Grünen übernehmen zudem die Sektionen, die Kandidaten stellen, einen Teil der Finanzierung. Kosten für persönliche Werbeaktionen müssen die Kandidaten aller Parteien selber tragen.