Brauereihandwerk

Solothurner besuchen die Spessart-Festwoche in Lohr

Alex Künzle (l., «Öufi»-Brauerei Solothurn) stösst mit Wolfram Hemmelmann (Keiler Bier GmbH, Lohr am Main) an.

Alex Künzle (l., «Öufi»-Brauerei Solothurn) stösst mit Wolfram Hemmelmann (Keiler Bier GmbH, Lohr am Main) an.

Solothurn und Lohr im bayrischen Unterfranken pflegen seit Jahrzehnten eine inoffizielle Städtepartnerschaft. Der Sommer-Höhepunkt von Lohr ist die Spessart-Festwoche. 5000 Besucher hat die 10 tägige Veranstaltung täglich.

Seit Jahrzehnten existiert eine inoffizielle «Städtepartnerschaft», zwischendurch auch ergänzt durch Bellacher Schützen oder Turner, zwischen Solothurn und Lohr am Main im bayrischen Unterfranken. Initiiert wurde sie durch einige in die Schweiz ausgewanderte Lohrerinnen und Lohrer, doch mittlerweile geht der Kontakt weit über die verwandtschaftlichen Bande hinaus. So stattete auch «Öufi»-Brauer Alex Künzle Lohr und seinem Sommer-Höhepunkt, der Spessart-Festwoche, einen mehrtägigen Besuch ab.

Bei Brauereikollegen reingeschaut

Die Festwoche dauert jeweils zehn Tage. Regelmässig pilgern pro Tag rund 5000 Besucher für eine oder mehrere Mass Bier und eine Haxn oder ein Hendl aufs Festgelände am Main - so viele, wie die Solothurner Biertage an drei Tagen insgesamt anziehen. Der Solothurner «Bier-Guru» - seine Brauerei feiert am 11. 11. 2011 den 11. Geburtstag - besuchte auf Einladung von Geschäftsführer Wolfram Hemmelmann auch die Keiler Bier GmbH, die ehemalige Brauerei Stumpf, die über 125 Jahre selbstständig das «Lohrer Bier» gebraut und vertrieben hatte. Vor zehn Jahren verkauft, neigt sich nun die Brautätigkeit in der bisherigen Anlage offenbar dem Ende zu - nur die Weissbier-Spezialität «Keiler» und das süffige Festbier wurden zuletzt noch in Lohr gebraut. Immerhin durfte Künzle Stunden vor dem offiziellen Anstich im riesigen Bierzelt das diesjährige Festbier testen. Dennoch herrschte Nachdenklichkeit beidseits vor - was in Solothurn seit Jahren gedeiht, geht in Lohr zu Ende: die lokale Identitätsfindung über das eigene, vor Ort gebraute Bier.

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