Solothurn
Solothurn hat jetzt über 16000 Einwohner

Die Stadt Solothurn wächst und wächst, zwar jährlich nur relativ marginal, aber immerhin wurde jetzt deutlich die magische Grenze von 16 000 Einwohnerinnen und Einwohnern überschritten. 178 Personen betrug der Zuwachs im letzten Jahr.

Wolfgang Wagmann
Merken
Drucken
Teilen
St. Ursenkathedrale

St. Ursenkathedrale

Keystone

Die Ursache für den neuerlichen Anstieg ist rasch gefunden: Auch 2011 konnte überdurchschnittlich viel neuer Wohnraum fertiggestellt und bezogen werden - und speziell in den Neuüberbauungen auf der Sphinxmatte gab es schon beim Bezug im Frühling und Sommer keinen Leerbestand mehr. Trotzdem ist Solothurn hinter Olten mit einer Wohnbevölkerung von 17 700 Personen und Grenchen mit 16 242 Einwohnern nur die drittgrösste Stadt im Kanton.

Relativ wenige Ausländer
Dafür weist die Kantonshauptstadt den mit Abstand geringsten Ausländeranteil aus, ja mit bloss 21,1 Prozent ist er sogar geringfügig gesunken, was jedoch auch auf die grosse Zahl von 102 eingebürgerten Personen ausländischer Herkunft zurückzuführen sein dürfte. Zum Vergleich: Olten wies zuletzt einen Ausländeranteil von 27,2 Prozent auf, Grenchen sogar einen von fast 31 Prozent. Denselben Ausländeranteil wie heute Solothurn hatte übrigens die Uhrenstadt letztmals vor 20 Jahren verzeichnet.

Grösste ausländische Bevölkerungsgruppe mit einem erneuten Wachstum von 36 auf neu 646 Personen sind in Solothurn die Deutschen, welche die Italiener (gerade noch 500), die Türken und Serben deutlich «abgehängt» haben. Interessant: In Grenchen stellt Italien mit über 1200 Personen die mit Abstand grösste ausländische Bevölkerungsgruppe.

Solothurn ist jünger geworden
Zuletzt hatte sich die Stadt Solothurn sogar im Zuge von nationalen Studien etwas den Ruf eines Altersrefugiums eingehandelt. Doch dies wird jetzt durch den neuen Trend in der Statistik entkräftet: Wohl dank dem Zuzug junger Familien ist die Alterskategorie zwischen 0 und 20 Jahren überproportional angewachsen. So stieg die Zahl der bis zehnjährigen Kinder von 1232 auf 1376, Elf- bis Zwanzigjährige sind neu 1417 statt wie im Vorjahr nur 1389 registriert.
Das heisst: Es gibt in der Stadt Solothurn 172 Kinder und Jugendliche mehr als Anfang 2011. Markant aber auch, dass insgesamt 143 mehr Menschen zwischen 21 und 30 Jahren mehr in Solothurn leben als noch ein Jahr zuvor und diese Alterskategorie mit 16,9 Prozent der Gesamtbevölkerung klar die grösste ist. Dagegen ist die älteste Bevölkerungsgruppe der über
70-Jährigen von 2190 auf nur noch 2079 oder um 111 Personen geschrumpft und macht noch 12,9 Prozent der Gesamteinwohnerzahl aus.

Ohne Konfession ist Trumpf
Geringfügig verlieren die Katholiken, Christkatholiken und Reformierten weiter an Terrain, während vor allem die Zahl der Konfessionslosen erneut frappant angestiegen ist - um fast 300 auf neu 5517 Personen. Die wohl grösste nicht christliche Gruppierung, jene der Muslime, weist die städtische Einwohnerkontrolle nach wie vor nicht separat aus. Aufgrund der Zusammensetzung der grösseren ausländischen Bevölkerungsgruppen darf jedoch davon ausgegangen werden, dass wohl mehr als die Hälfte der 2173 unter «andere Konfessionen» aufgeführten Personen dem Islam zuzuordnen ist.
Beim Zivilstand besteht das Gros, fast die Hälfte aller Solothurnerinnen und Solothurn aus Ledigen, verheiratet ist dagegen gut ein Drittel der Stadtbevölkerung.