Solothurn
Bescheidener Andrang am Velomarkt: Die Zahl angebotener und verkaufter Velos ging um 40 Prozent zurück

Nachdem der Velomarkt coronabedingt im letzten Jahr ausfiel, haben Pro Velo Solothurn und der VCS dieses Jahr wieder einen solchen durchgeführt. Die erhoffte grosse Zahl Verkäufer und Käufer blieb aber aus.

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Der diesjährige Velomarkt in Solothurn lockte weniger Besucher an, als sich die Organisatoren gewohnt sind.

Der diesjährige Velomarkt in Solothurn lockte weniger Besucher an, als sich die Organisatoren gewohnt sind.

zvg

Nicht wie üblich Ende März, aber nun doch endlich am letzten Maisamstag konnte nach einem Jahr Coronapause der von Pro Velo und VCS durchgeführte Velomarkt Solothurn wieder stattfinden. Die Organisatorinnen und Organisatoren hatten sich auf einen grossen Andrang eingestellt, wie es in einer Mitteilung heisst:

«Die Kinder sind gewachsen, es wurden in der Zwischenzeit viele neue Velos gekauft und dementsprechend sollte ein Markt an gebrauchten vorhanden sein. Der Andrang blieb aber im Vergleich zu den Vorjahren bescheiden. Lediglich 216 Velos wurden angeboten». Und:

«Davon fanden immerhin 126 eine neue Besitzerin oder einen neuen Besitzer.»

Die Zahlen der angebotenen und Verkauften Velos gingen im Vergleich zu den Jahren 2018 und 2019 um je 40 Prozent zurück, ebenso der Bruttoerlös. Sehr auffällig ist der Rückgang um mehr als zwei Drittel bei den Kindervelos. Es wurden nur noch 21 Kindervelos verkauft, verglichen mit 60 bis 70 in den Vorjahren.

Verschiedene Faktoren ausschlaggebend

Über die Gründe für den markanten Rückgang lasse sich nur spekulieren, schreiben die Organisatoren, «am Wetter lag es sicher nicht. Verschiedene Faktoren mögen dazu beigetragen haben, so der ungewohnt späte Zeitpunkt oder die aufgrund der Bewilligungssituation späte Bekanntmachung erst Anfang Mai».

Die Organisatorinnen und Organisatoren vermuten aber auch, dass sich der Gebrauchtvelo-Markt zunehmend ins Internet verlagert. Zudem gebe es immer mehr kommerzielle Player, aber auch gemeinnützige Organisationen auf diesem Markt.

In diesem Jahr deckt der Bruttoerlös die Unkosten gerade noch. Alle Mitarbeitenden setzen sich ehrenamtlich ein, drauflegen möchten sie aber nicht. Der Velomarkt ist die einzige Einnahmequelle für Pro Velo Solothurn.

«Wenn diese wegfällt, könnten künftig auch keine Velofahrkurse mehr mitfinanziert werden.»

Vorerst hoffen Pro Velo und VCS aber, dass sich im 2022 wieder alles normalisiert und der Velomarkt zur gewohnten Zeit und mit wieder mehr Interesse und Umsatz durchgeführt werden kann. (szr)