Miss Solothurn

So lebt und arbeitet Samira Fracasso, die neue Miss Solothurn

Samira Fracasso an ihrem Arbeitsplatz auf der Gemeindeverwaltung Oensingen.  wak

Samira Fracasso an ihrem Arbeitsplatz auf der Gemeindeverwaltung Oensingen. wak

Die neue Miss Solothurn Samira Fracasso über die Liebe zum Schönen, die drei Bedeutungen ihres Namens und die Pläne, eines Tages vielleicht Polizistin zu werden.

Samira – passender könnte ihr Name nicht sein, wie sich beim Gespräch herausstellt. Dieser stamme nämlich aus dem Arabischen und habe drei Bedeutungen, berichtet sie. Zum einen «die Unterhaltende»: «Ich bin sehr gerne unter Leuten und unterhalte sie.» Ferner «die immer Glückliche»: «Ja», sagt sie mit einem ansteckend fröhlichen Lachen, «es geht mir wirklich gut, und das zeige ich gern.» Schliesslich bedeutet der Name noch «Diamant oder Stachel». Der Stachel komme zwar sehr wohl zum Einsatz, aber selten. Was sich noch ändern könnte, falls sie eines Tages, wie sie sagt, ihren Bürojob verlassen und zur Polizistin würde. «Das wäre zwar etwas ganz anderes, aber ich hätte wieder mit Menschen zu tun. Das ist mir wichtig.»

Zurück zum Diamanten. Dieser muss kräftig gestrahlt haben am vergangenen Samstag, denn da wurde die knapp 21-jährige Samira Fracasso im Schuetzenhouse in Wangen a/A zur Miss Solothurn 2011 gewählt.

Zwei mal eins zu wenig

Es sei überwältigend gewesen, als sie realisierte, dass sie tatsächlich den Titel gewonnen hatte. Dass dieser nicht mehr als eine regionale Bedeutung hat, stört sie nicht. «Ich liebe die Atmosphäre solcher Anlässe. 2008 habe ich mich für die Miss-Bern-Wahl angemeldet, konnte dann aber nicht mitmachen, weil ich einen Zentimeter zu klein war.» Apropos eins: Einen Punkt zu wenig hatte sie auch bei der Prüfung für die Sekundarschule. «Da wurde mein Ehrgeiz angestachelt und ich arbeitete mich vor bis zur Bezirksschule», sagt Samira.

Die Liebe zum Schönen und die Freude daran, in der Öffentlichkeit zu stehen, habe sie im Elternhaus in Selzach mitbekommen. «Meine Mutter hat Werbung gemacht für Barbie-Puppen. Und mein Vater war Goalie beim FC La Chaux-de-Fonds in einer Zeit, da dieser erfolgreich und berühmt war.»

Bewunderung für Heidi Klum

Erhofft sich Samira Fracasso ebenfalls eine erfolgreiche Zeit, vielleicht als Model? «Schön wäre es, ja», antwortet sie. Dabei sei es ihr egal, wofür sie denn modeln würde. «Chancen hätte ich vielleicht für Kosmetika. Man hat mir gesagt, mein Gesicht und besonders meine dunklen Augen wären dafür gut.» Grosse Bewunderung hat sie für Heidi Klum. «Diese Frau ist nicht nur sehr schön, sondern sie hat auch extrem viel Energie, um sich durchzusetzen.»

Aber vorerst, so betont Samira, werde sie tagtäglich ihren Job so gut wie möglich machen. Auf der Verwaltung der Einwohnergemeinde Oensingen ist sie bei der Einwohnerkontrolle als Sachbearbeiterin angestellt. Dabei hat sie auch am Kundenschalter zu tun. Kommen nun Leute her, welche die Miss Solothurn sehen wollen? «Nein, nein, das weiss ja kaum jemand, denn ich arbeite erst seit Anfang Oktober hier.» In der Verwaltung intern dagegen hat man von ihrer Wahl gewusst und ihr mit einem Blumenstrauss gratuliert.

Auge auf Miss-Schweiz-Wahl

Auf Anfang Oktober hat Samira Fracasso nicht nur eine neue Arbeitsstelle angetreten, sondern ist auch in eine eigene Wohnung eingezogen. Nichts verändert dagegen habe sich in Sachen Liebe, wie sie gerne zugibt. «Mein Freund und ich sind seit sechs Jahren zusammen.» Dass sie gerne im Mittelpunkt stehe, sei für den Freund kein Problem. «Er hat mich immer ermuntert und unterstützt.»

Ob nun ein Zentimeter zu wenig für die Miss-Bern-Wahl, oder eher geringe Ausstrahlung des Titels Miss Solothurn – Samira Fracasso glaubt, dass es wieder eine Miss-Schweiz-Wahl geben wird. Daran teilzunehmen, ist ihr nächstes Ziel.

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