Solothurn-Bucheggberg
slowUp: Es soll Bewegung und Begegnung sein

Nur noch fünf Tage bis zum ersten slowUp in der Region Solothurn-Buechibärg. Während das Grossereignis für die einen Freude pur und Lust auf Bewegung bedeutet, sehen ihm die andern eher mit Skepsis entgegen.

Agnes Portmann-Leupi
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Auch am slowUp im Emmental, hier im Jahr 2009, kommt das Kulinarische nicht zu kurz. Armin Leuenberger

Auch am slowUp im Emmental, hier im Jahr 2009, kommt das Kulinarische nicht zu kurz. Armin Leuenberger

Solothurner Zeitung

Vielversprechend ist das Rahmenprogramm aber so oder so, genau genommen ein Muss. Denn das Ambiente auf den Festplätzen entlang der Strecke ist prädestiniert, bereichernde Dorffeste mit zwischenmenschlichen Begegnungen hervorzuzaubern.

Rund 50 Vereine und 32 Private freuen sich darauf, Auserlesenes fürs leibliche Wohl anzubieten. Von mediterran, über gutbürgerlich, bis urchig, ist alles zu finden. Dass das Lenkrad urplötzlich einen Schwenker in Richtung Wohlgeruch macht, ist bei den verlockenden Käse-, Grill-, Fisch-, Chicken- und Pizza-Düften voraussehbar. Von Süssspeisen wie Crèpes, Glacen, «Ämmitaler Merängge» und «Nidlekuchen» ganz zu schweigen.

Linienbewusste können bereits im Vorfeld den voraussichtlichen Energieverbrauch unter der Rubrik «Bin ich fit?» auf www.slowUp.ch berechnen lassen. Ersichtlich ist dort auch, ob der Body-Mass-Index und der Bauchumfang im Normalbereich liegen und wie viel Speisen für die verbrauchten Kalorien gegessen werden können.

Live-Musik auf den Festplätzen

Die Sonnenschirme, Zelte und Bäume verlocken aber auch, sich auszuruhen und Live-Musik in diversen Stilrichtungen zu geniessen. Auf den Festplätzen unterhalten die verschiedensten Musikvereine, Bands und Schülergruppen. Eine Vielfalt von Aktivitäten bieten die Sponsoren an. Wettbewerbe und Spiele für Kinder und Erwachsene mit attraktiven Preisen reizen ebenso wie das Testen der eigenen Geschicklichkeit, der ruhigen Hand und der sportlichen Ausdauer.

Vielleicht winkt sogar das grosse Glück mit dem Gewinn eines E-Bikes oder einer Fahrt im Heissluftballon. Geklärt werden Fragen zum Thema Puls und Herz, zum richtigen Helm, zum Kreiselfahren und zur Sehschärfe. Dank der finanziellen Unterstützung vieler nationaler und regionaler Sponsoren ist die Benutzung der slowUp Strecke kostenlos.

Littering wird zum Fremdwort

Das kulinarische Angebot am slowUp ist das eine, die daraus entstehenden Abfälle das andere. Dem Entstehen und Entsorgen wird grosse Beachtung geschenkt. Ein eigentliches Konzept dafür wurde vom Amt für Umwelt gutgeheissen. Alle Festplätze und Sponsor Villages arbeiten beim Getränkeausschank mit Mehrwegbechern sowie Pet- und Glasflaschen, die mit einem Depot von zwei Franken behaftet sind. Bei Rückgabe der Behältnisse wird das Depot zurückerstattet. «Der Abfalltrennung gilt unsere ganze Aufmerksamkeit», sagt Gabriella Kaufmann vom Organisationskomitee Biberist, die für Umwelt und Entsorgung verantwortlich ist.

So werden Kartons, Plastikfolien, Pet-Flaschen sowie Essensreste speziell gesammelt und am Sonntagabend von den entsprechenden Stellen abgeholt. Nicht nur auf den Festplätzen ist die Sauberkeit von Bedeutung. «Sporadisch sorgen über den Tag verteilt Personen der Gemeindestrecke entlang für Ordnung», verdeutlicht Gabriella Kaufmann. Am Montagmorgen wird schliesslich ein Lumpensammler auf der ganzen Strecke auch das letzte Stückchen Papier auflesen.

slowUp Solothurn-Buechibärg, Sonntag, 8. Mai von 10 bis 17 Uhr. Genaue Informationen unter www.slowup.ch, sowie im Programmheft, das dem letzten Azeiger beigelegt wurde.