«Gemeinsam auf dem Weg»: So lautete das Thema des Fotowettbewerbs, der im Rahmen der Feierlichkeiten zur 400-Jahr-Kirchweih in Oberdorf durchgeführt worden war. Während der Chilbi an Mariä Himmelfahrt am Samstag wurden die Sieger durch ein Publikumsvoting bestimmt. Eine Jury hatte im Vorfeld von etwa 40 Einsendungen zehn Fotos ausgewählt, die in der Kächschür schön vergrössert und gerahmt zu bewundern waren.

Jeder Besucher konnte drei Favoriten auswählen – etwa 250 Zettel fanden den Weg in die Wahlurnen. Schwungvoll umrahmt vom Ständli der Musikgesellschaft Oberdorf verkündete dann Irène Lamberti-Adam seitens des Pfarreirats die Sieger und übergab Gutscheine und Blumensträusse. Den ersten Preis erhielt Joël Reinmann für sein Foto von zwei fröhlichen jungen Frauen auf ihren Velos. Der zweite Preis ging an Heinz Müller: Sein Foto zeigt zwei kleine Kinder, die mit farbenfrohen Regenschirmen unterwegs sind. Auf dem Foto von Christoph Pomaro, der den dritten Preis erhielt, ist ein händchenhaltendes Paar abgebildet, das gemeinsam unterwegs ist.

Gemeinsam unterwegs war man auch am Vorabend der Chilbi. Eingeladen wurde zum dritten Mal zum Themen-Spaziergang, der zu Theaterbildern zum Bau der Kirche führte. Dem unsicheren Wetter zum Trotz hatten sich etwa 100 Personen eingefunden – fünf Minuten vor Abmarsch hörte es auf zu regnen.

Chilbi als Gemeinschaftserlebnis

Gemeinsam unterwegs waren Gross und Klein, Alt und Jung natürlich auch beim Flanieren zwischen Gemeindeverwaltung und Kächschür. An den vielen Marktständen hätte man sich – vom Duft nach Wildschweinbratwurst, gemischt mit dem nach süssen Crèpes, verführt – problemlos mit Proviant für eine längere Reise eindecken können.

Magenbrot, Rahmtäfeli, Käse, Salami… Für die treuen Vierbeiner wäre zu deren Ablenkung ein Hundespielzeug in Form eines ziemlich hässlichen quietschenden Schweins zu erstehen gewesen, aber ein kleines Mädchen fing bei diesem Anblick zu weinen an. Auch an Reiseführern mangelte es nicht: An der Spielzeugtauschbörse wartete unter vielen anderen das Buch «Die Reise mit den Zauberponys – Im Galopp ins Abenteuer» auf wagemutige Wanderer.

Doch auch «senkrecht» konnte man an der Chilbi Oberdorf miteinander unterwegs sein: Fest in ihren «Gschtältli» festgezurrt nahmen die Kinder von den Trampolins Anlauf – und mit einem Purzelbaum flog man fast zu den Regenwolken hoch. Danach war natürlich das Vernichten von Zuckerwatte angesagt. Doch keine Chilbi ohne liebenswerten Tand. Neben glitzerndem Schmuck warteten (Wildbach-)Elfen und unzählige Engel und Engelchen auf Käufer. Letztere zu niedlich im Gegensatz zu dem schönen Engel auf der Oberdörfer Fahne, die munter vom Kirchturm wehte. Gemeinsam unterwegs war man auch bei der Führung durch die Wallfahrtskirche, und die anschliessende Vesper sorgte für geistige Nahrung auf dem Weg.