Luterbach

Seit 20 Jahren kontinuierlich gewachsen

Roy Buri (links) und Markus Wälti mit einer modernen LED-Lichtanlage.

Roy Buri (links) und Markus Wälti mit einer modernen LED-Lichtanlage.

Von der Disco in der Zuchwiler Turnhalle bis zur Beschallung am Eidgenössischen Schwingfest in Frauenfeld ist es ein weiter Weg. Die Firma Powerhouse AG in Luterbach hat ihn in den vergangenen 20 Jahren zurückgelegt.

Wenn die Organisatoren des grössten Schweizer Sportanlasses ein Unternehmen mit Installation der Technik betrauen, wollen sie kein Risiko eingehen. Fakt ist: Die Luterbacher Firma Powerhouse AG wurde von den Organisatoren mit der Ton- und Lichttechnik für das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2010 in Frauenfeld beauftragt. «Das war für uns natürlich ein grosser Fisch und ein Vertrauensbeweis», erklärt Geschäftsführer und Co-Eigentümer Roy Buri. Die Installation und
der Betrieb der Einrichtungen für die Schwingplätze und 17 Festzelte bedeuteten einen Monat Arbeit für 30 Personen bei Powerhouse und ihrem Subunternehmer.

Die Geschichte der Firma, die heute eines der bedeutenden Light+Sound-Unternehmen der Schweiz ist, begann vor 20 Jahren. Im Februar 1991 wurde die Disco Shop Buri & Gromann gegründet. «Ich machte damals aus einem Hobby Schritt für Schritt einen Beruf», erzählt Firmengründer Buri, der ab 1. Januar 1994 als vollamtlicher Geschäftsführer arbeitet. 1995 kam Markus Wälti dazu, und der Firmenname wurde in Powerhouse umgeändert. Die beiden gelernten Elektromonteure sind seither als Geschäftspartner zusammengeblieben. «Die Firma ist langsam, aber kontinuierlich gewachsen», so Buri. Laufend habe man neues Equipment beschaffen können – ohne Schulden zu machen, wie betont wird. Seit 1. Oktober 2008 beschäftigt Powerhouse 9 bis 10 Festangestellte mit 100-Prozent-Pensen. Dazu kommen mehrere Dutzend Freelancer. Der jährliche Umsatz beträgt etwa 2 Mio. Franken.

Der Aufbau des Geschäfts sei mit viel Wochenendarbeit und Überstunden verbunden gewesen, erinnert sich Markus Wälti. Für den Aufbau des Kundenstammes zählt in der Branche vor allem die Mundpropaganda. «Wer mit uns gute Erfahrungen gemacht hat, hat uns empfohlen.»

Das waren laufend mehr. Der Firmenprospekt zeigt einen ganzen Palmarès von klingenden Schweizer Unternehmensnamen: Coop, Raiffeisen, Swisscom, Swatch Group etc. Auch das 100-Jahr-Jubiläum der «Solothurner Zeitung» wurde von den Luterbachern ins rechte Licht gerückt. Dazu kommen Musikanlässe wir das Open Air Etziken, das Eis-Festival «So-Cool» in Solothurn und vor allem viele Sportveranstaltungen (etwa der Cupfinal 2009). Die zehn Firmenfahrzeuge, darunter vier Lastwagen, sind inzwischen in der ganzen Schweiz und im angrenzenden Ausland anzutreffen.

Professionelle Licht- und Tonanlagen sind Hightech-Geräte. Vor allem die Multimedia-Einbindung ist gefragt. «Zu jeder Generalversammlung gehört heute auch eine Videoübertragung auf Grossleinwand», erklärt Buri. Und bei Konzerten lässt sich das Publikum nicht mit schlechtem Sound abspeisen. Digitale Mischpulte und so genannte Line-Array-Anlagen gehören heute zum Technikpark (Frequenzgang, Phasenverhalten und Laufzeitunterschiede der Töne werden vom Computer optimiert). Auch Scheinwerfer in LED-Technik beginnen sich durchzusetzen. Sie sind leichter, langlebiger und verbrauchen um Faktoren weniger Strom als konventionelle Strahler.

Um diese Technik zu beherrschen, braucht es eine entsprechende Ausbildung. Erst dieses Jahr wurde der neue Beruf des Veranstaltungsfachmanns geschaffen, wo in einer vierjährigen Lehre alle Kniffe der Licht-, Ton- und Bühnentechnik erlernt werden können. Buri und Wälti sind stolz, jetzt Lehrmeister von gleich zwei jungen Männern zu sein, die bei Powerhose diese Ausbildung absolvieren. «Die Licht- und Ton-Packages sollen auch die Emotionen ansprechen, wenn eine Veranstaltung in Erinnerung bleiben soll», erklärt Buri weiter. Die Fachleute brauchen deshalb nicht nur technisches, sondern auch künstlerisches Flair.

Am allerwichtigsten ist Zuverlässigkeit. «Eine Veranstaltung findet an einem bestimmten Tag, zu einer bestimmten Zeit statt. Wir haben keine zweite Chance, wenn wir die Sache vermasseln.» Deshalb ist Larifari keine Option.

Auch künftig will Powerhouse das ganze Spektrum abdecken. Man kann eine Discokugel für 40 Franken ab Lager mieten oder ein ganzes Veranstaltungspaket mit Bühneneinrichtung und Techniker buchen. Für die Zukunft planen Buri und Wälti weiteres moderates Wachstum. Die Platzverhältnisse im Gebäude des Bernasconi-Werkhofes an der Luterbacher Industriestrasse werden dafür allmählich eng. Man hält deshalb die Augen offen, betont aber, dass die Firma in der Region bleiben soll.

Am 24. November wird das Firmenjubiläum mit Kunden, Mitarbeitern und geladenen Gästen in der Rythalle Solothurn gefeiert. Die ganze Bevölkerung ist
am 17. Dezember zu einem Festanlass
im «So-Cool» eingeladen.

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