Solothurner Wirtschaftsvertreter machen mobil gegen die Initiative «6 Wochen Ferien für alle», die am 11. März an die Urne kommt. Das Co-Präsidium bilden Ständerat Pirmin Bischof (CVP), Nationalrat Kurt Fluri (FDP), Nationalrat Walter Wobmann (SVP) sowie die Präsidenten von Gewerbeverband und Handelskammer, Rolf Kissling und Kurt Loosli. Das Komitee umfasst derzeit 75 Vertreter aus Wirtschaft, Gewerbe und Politik.

KMU würden zusätzlich leiden

Erfreut zeigt sich das Solothurner Komitee über die Parolenfassungen der Kantonalparteien. So erteilten die Mitglieder- und Delegiertenversammlungen von CVP, FDP und SVP dem Anliegen eine praktisch einstimmige Abfuhr. «Doch Aufklärung tut not, denn auf den ersten Blick kommt die Initiative gefährlich verlockend daher», schreibt das Komitee in einer Medienmitteilung. Freilich sei das Anliegen keinesfalls so harmlos. Die Bestimmungen wären laut Aussagen des Komitees «pures Gift» für die Schweizer Wirtschaft.

Insbesondere die KMU bekämen die Folgen der Initiative laut Aussagen des Komitees hart zu spüren. Die Arbeitskosten stiegen durch zwei zusätzliche Ferienwochen jährlich um bis zu einem halben Monatslohn pro Arbeitnehmer. Ausserdem müssten die Unternehmer zusätzlich für bezahlte Stellvertretungen sorgen.

Es drohe ein Stellenabbau

Bei Kleinstbetrieben wie einer Bäckerei oder einem Coiffeursalon stehe rasch einmal die Existenz auf dem Spiel. Es verstehe sich von selbst, dass die Folgen für die Gesamtwirtschaft unabsehbar wären, so das Komitee. «Mit der Annahme der Initiative drohen Betriebsschliessungen, Stellenabbau, die Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland.» (mgt)