Es ist in der Tat «Sau guet» im Bildungszentrum Wallierhof, ganz dem Motto entsprechend: Das Wetter stimmt, die Leute sind in Scharen anwesend, die Attraktionen für Jung und Alt könnten vielseitiger nicht sein, die landwirtschaftlichen Produkte an den Marktständen sprechen an, die Informationen über Tier und Fleisch interessieren. Das rosafarbene, borstige, mit Ringelschwänzchen versehene kurzbeinige Säugetier hat einmal mehr seinem Ruf nach «Glück und Schwein gehabt» standgehalten.

Auf Glück hoffen die gedrängt stehenden Leute rund ums Gatter beim «Säulirennen». Lautstark feuern sie ihre Favoriten mit Namen wie Rüssel, Ringel, Wilma, Speedy Gonzales, Fabia und Peter an. «Wenn du nicht gewinnst, wirst du gemetzget», ruft ein Bieter nicht gerade feinfühlig. Auf die Musik «Speedy Gonzales» rennen die Schweinchen los, und der schweinische Namensvetter – wohl im Unterbewusstsein angespornt – frisst als Erster im Ziel aus dem Fresstrog. Zu erfahren ist aber auch, was Schweine besonders mögen, wie sie wachsen und was sie essen. Oder vom Wallierhof-Direktor Robert Flückiger, dass momentan die Preise für Ferkel extrem tief sind.

Bienen zu Heilzwecken

Im Bienenschaukasten herrscht ein wirres Durcheinander. 8000 Kilometer legt eine Biene in ihrem Leben zurück, rund einen Kilometer in der Minute. Ihr Honig ist nicht nur für den Gaumen delikat. Von den Bienen profitiert auch die Apitherapie, die Bienenprodukte zu Heilzwecken anwendet. Etwa Ringelblumen-Salbe mit Bienenwachs, Propolis-Tinktur, Bienengift oder Honigmassagen.

Attraktiv und sämtliche koordinative Fähigkeiten erfordernd, erweist sich das Programmangebot für die ganze Familie. Legendär ist das Ackersurfen, bei welchem sich die Standfesten auf einer Blache stehend vom blauen Traktor durch das gemähte Feld ziehen lassen. Kraft und Gleichgewicht sind gefragte Eigenschaften beim Telefonstangenklettern. Treffsicherheit und Konzentration erfordert das Wurfspiel, bei welchem ein Schweineschwänzchen – zwar rosarot aber aus Eisen – möglichst richtig zu platzieren ist.

Exklusiver Markt

Klar, dass im Wallierhof die Kleintiere, der Streichelzoo und Ponyreiten nicht fehlen. Wer es gemütlich haben will, unternimmt mit der ganzen Familie eine Rösslifahrt durch die nähere Umgebung mit umwerfendem Blick auf die Alpen.

Gemütlich ist es aber auch in der Festwirtschaft, in welcher Pommes frites und knackige Salate oder Torten und Kuchen locken. Aber auch die beliebtesten Stücke vom Schwein, die auf dem Weg zur Festwirtschaft auf einem Plakat ersichtlich sind. Wie viele «beste Stücke» so ein Tier hergibt, wäre glatt eine Quizfrage wert: Ein Eber wiegt 300, ein Zuchtschwein 200 und ein Mastschwein bis 110 Kilogramm! Abwechslungsreich präsentieren sich die Marktstände. Büffelwurst, Meringue, Butterzopf, flache Nektarinen, Ziegenkäse, Quittenschnaps … wo soll man da nur mit dem Kauf beginnen?