Den Jugendlichen soll dabei aufgezeigt werden, welche Bedeutung der Wald als natürliche Ressource und Lebensgrundlage hat. Durch die direkte Begegnung mit dem Wald wird das Verständnis für seinen Schutz und seine Pflege gefördert.

«Es ist unser Ziel, einen Kontakt zwischen den Schülern und der Natur herzustellen. So üben sich die Kinder in Umsichtigkeit und Rücksicht», sagt Markus Bernsau, Schulleiter der Sekundarstufe 1 Schnottwil. Der Forstdienst, die naturschützenden Organisationen im Bucheggberg und eine grosse Anzahl freiwilliger Helfer wirken bei diesem Projekt mit. Kreisförster Ulrich Stebler und Lehrer Christoph Ramseyer, übernahmen die Organisation der Schülerwaldtage.

Auseinandersetzung mit dem Wald

Am Montag fand in Schnottwil der «Schülerwaldtag» der Oberstufe statt. Um das soziale Miteinander zu fördern, waren die 186 Schüler in Gruppen unterwegs. Im Verlauf des Tages besuchte jede der zwölf Klassen jeweils vier Posten. Dabei hatten die Schüler die Möglichkeit, sich mit dem Ökosystem Wald auseinanderzusetzen. Die Themen Forstarbeit, Waldentwicklung, Holznutzung, Wildschutz und Jagd standen dabei im Vordergrund. Samuel Storchenegger und Simon Isch gaben den Schülern einen interessanten Einblick in den Beruf des Forstwarts. Beim Posten «Holzbearbeitung» hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, Holz zu sägen, zu spalten und zu entrinden.

«Ich finde alle Posten sehr spannend. Besonders freue ich mich aber auf das Pfeilbogenschiessen», sagte die 13-jährige Cyrille Imhof aus Messen. Gemeinsam mit ihren Mitschülern und ihrem Klassenlehrer Reto Schweizer besuchte sie den Posten «Holzverwendung». Der Klasse wurde dort gezeigt, welche Gegenstände aus Holz hergestellt werden. Forstwart Tobi Andres erklärte den Jugendlichen zudem, wie man mit Pfeil und Bogen umgeht. Stefan Diethelm aus Hessigkofen konnte beim Pfeilbogenschiessen sein Können unter Beweis stellen.

Begeisterung und Motivation

Reto Schweizer freute sich über das Engagement seiner Klasse: «Es ist toll, dass meine Schüler so motiviert sind und für die Postenarbeiten grosse Begeisterung aufbringen können.» Jungscharleiterin Susanne Diethelm und Forstwart i.A. David Rothenbühler gestaltete den Programmteil «Feuer entfachen, aber wie?» Der Posten machte den Jugendlichen zwar grossen Spass, stellte jedoch auch eine Herausforderung dar. Die Aufgabe bestand darin, ausgerüstet mit nur drei Zündhölzern, ein Feuer zu machen. Stefan und seine drei Freunde bewiesen sogar, dass auch die Jugend von heute dazu in der Lage ist, mit einem Feuerstein umzugehen.