Schnottwil
Schon bald müssen Szenen und Kostüme perfekt sitzen

Für die Buechiwäger Freilichtspiele wird nun am Spielort geprobt – ein Besuch auf dem Hof der Familie Ramser. Noch wird ohne Kostüme gespielt und auch Kulissen fehlen noch fast gänzlich. Die Schauspieler stehen noch vor der einen oder anderen Hürde.

Daniel Rohrbach
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Buechiwäger Freilichtspiele in Schnottwil
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 Seit Mitte Mai finden die Proben zum Stück «Brönz», das die Buechiwäger Freilichtspiele im August und September zeigen werden, am Spielort in Schnottwil selber statt. (Fotos: Hanspeter Bärtschi)
 Seit Mitte Mai finden die Proben zum Stück «Brönz», das die Buechiwäger Freilichtspiele im August und September zeigen werden, am Spielort in Schnottwil selber statt. (Fotos: Hanspeter Bärtschi)
 Seit Mitte Mai finden die Proben zum Stück «Brönz», das die Buechiwäger Freilichtspiele im August und September zeigen werden, am Spielort in Schnottwil selber statt. (Fotos: Hanspeter Bärtschi)
 Seit Mitte Mai finden die Proben zum Stück «Brönz», das die Buechiwäger Freilichtspiele im August und September zeigen werden, am Spielort in Schnottwil selber statt. (Fotos: Hanspeter Bärtschi)
 Seit Mitte Mai finden die Proben zum Stück «Brönz», das die Buechiwäger Freilichtspiele im August und September zeigen werden, am Spielort in Schnottwil selber statt. (Fotos: Hanspeter Bärtschi)
 Seit Mitte Mai finden die Proben zum Stück «Brönz», das die Buechiwäger Freilichtspiele im August und September zeigen werden, am Spielort in Schnottwil selber statt. (Fotos: Hanspeter Bärtschi)

Buechiwäger Freilichtspiele in Schnottwil

Andere Wege, grössere Distanzen, neue Requisiten. Dies sind nur einige der Herausforderungen, vor die sich die Schauspielerinnen und Schauspieler des Stücks «Brönz» gestellt sehen, seit sie draussen proben. Für die Regisseurin Yvonne Hofer, die seit Januar mit ihrem Ensemble im Rahmen der diesjährigen Buechiwäger Freilichtspiele probt, ist dieser Umstand aber gerade das Faszinierende an solchen Aufführungen, wie sie anlässlich eines Probenbesuchs sagt.

Nachdem die Buechiwäger für ihre Proben in den ersten vier Monaten Gastrecht in den Gemeindesälen von Schnottwil und Mühledorf genossen, gehen sie nun seit Mitte Mai am Spielort selber, auf dem Bauernhof der Familie Ramser im Kappeli bei Schnottwil, ans Werk. Bereits sind die ersten baulichen Massnahmen für die Aufführung gemacht. So musste beispielsweise ein Teil des Gartenhags entfernt werden, damit genügend Platz für das Geschehen bleibt. Auch zwei Plattformen aus Holz, eine vor dem Haus und die andere etwas weiter zum Publikum hin versetzt, lassen den Betrachter erahnen, wie sich die Szenerie in etwa ausnehmen wird.

Den Zuschauern wird sich, wenn sie ab dem 21. August auf der Tribüne Platz nehmen, im warmen Licht der untergehenden Sonne der Blick auftun ins Seeland und zu den gewellten Jurahöhen hin. Und ist nicht zu viel Dunst vorhanden, wird gar ein Blick auf den Creux du Van zu erhaschen sein.

Den Schauspielern ist es wohl

Dieser Bühnenhintergrund ist aber auch das Einzige, was den Buechiwägern in den Schoss fällt. Denn während oben in den Lüften die Lerche schmettert, ruft die Regisseurin zum Probebeginn. Szenenweise will sie das Stück heute einmal durchlaufen lassen. Die Beerdigungsszene steht an.

«Versucht euch zu sammeln und in die Szene hineinzukommen», ruft sie ihren Spielern zu. Und schon geht es los. Kaum ist die Szene abgespielt, heisst es: das Ganze noch einmal. Denn da war eine Bewegung zu viel, dort ein Satz falsch betont und hier eine Geste zu wenig. «Jetzt ist es viel besser», tönt es dann nach dem zweiten Mal. «Jetzt stimmt die Aufstellung. So, wie du vorhin standest, war es gut. Zuvor war es nicht natürlich.»

«Sind dann einmal die Kulissen da und wird in den Kostümen gespielt, muss alles sitzen», erklärt Yvonne Hofer dem Probengast.

Konzentriert geht die Arbeit weiter. Einfühlend, aber doch bestimmt führt die Regisseurin ihre Schauspieler. «Denk daran, mit der Mimik schaffen», fordert sie etwa. Aber auch ein fürsorgliches «Ist es euch wohl so?», fehlt nicht. Wohl ist es den Schauspielerinnen und Schauspielern ganz offensichtlich und das Theaterfieber längst ausgebrochen. Und wie sagt doch Bernhard Moser, der den Karrer Res spielt im Hinblick auf die Premiere vom 21. August: «Das chunnt guet.» www.buechiwaeger.ch