Grenchen

Schenkkreis-Mord: Dubey-Erben kämpfen um Geld

Der Tatort des Schenkkreis-Mords an der Kirchstrasse (Foto: Urs Byland)

Der Tatort des Schenkkreis-Mords an der Kirchstrasse (Foto: Urs Byland)

Der Mord der Familie Dubey erhält eine neue juristische Dimension. Nun kämpft eine Erbin um Gelder, die laut Staatsanwaltschaft aus dem Schenkkreis stammen könnten.

Der Grenchner Schenkkreismord vom Juni 2009 zieht weiter seine Kreise: Vor dem Amtsgericht Solothurn-Lebern kämpfte am Montag eine Erbin darum, dass ihr der Staat beschlagnahmte Gelder im Betrag von 150 000 Franken wieder freigibt. Diese Summe war von der Staatsanwaltschaft eingezogen worden, weil sie aus verbotenen Schenkkreis-Aktivitäten der drei Opfer stammen würden. Rund 500 000 Franken hätten die Dubeys auf diese Weise verdient. «Die Erben sollen nicht von den illegalen Aktivitäten der Dubeys profitieren», begründete der Staatsanwalt die Massnahme vor Gericht. Die Erbin machte ihrerseits geltend, dass sie für die Begleichung der Beerdigungskosten auf die Gelder zugreifen müsse. Das Gericht wird sein Urteil am Mittwoch bekannt werden.

In der Nacht des 5. Juni 2009 waren Margrit (55), Pierre (60) und die behinderte Tochter Dania (35) erstickt bzw. erschossen worden. Die mutmasslichen Täter wurden rasch gefasst: Zwei Schweizer (der ehemalige Hammerwerfer Patrik S., 33, und Güggeli-Griller Guido S., 25) legten ein Geständnis ab; eine 49-jährige Schweizerin soll die Tat mitorganisiert haben.

Schlussbericht voraussichtlich bis Ende Januar 2011

Die Strafuntersuchung im Dreifachmord sei «weit fortgeschritten, aber noch nicht abgeschlossen». Dies die Auskunft von Sabine Husi, stellvertretende Oberstaatsanwältin, gegenüber der az Solothurner Zeitung. «Wir müssen insbesondere das Ergebnis der in Auftrag gegebenen Begutachtungen und den Schlussbericht der Polizei abwarten. Wir hoffen, dass der Schlussbericht der Polizei bis Ende Januar 2011 vorliegen wird.»

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