Papierfabrik Biberist

Sappi streicht vorerst 134 Stellen - doch ein Hoffnungsschimmer bleibt

In der «Papieri» wird bald nicht mehr gearbeitet.  (Foto: Keystone)

In der «Papieri» wird bald nicht mehr gearbeitet. (Foto: Keystone)

Die Sappi Fine Paper Europa stellt die Produktion von gestrichenem Grafikpapier in Biberist definitiv ein. Damit gehen in der traditionsreichen «Papieri» 134 Arbeitsplätze verloren. Das Werk hat zwei Monate Zeit, einen neuen Investor zu finden.

Alle Mitarbeitenden, die an der entsprechenden Papiermaschine (Linie 8) sowie in den vor- und nachgelagerten Bereichen arbeiten, erhalten die Kündigung Ende Mai ausgesprochen. 134 Menschen sind betroffen.

Neben dieser Hiobsbotschaft für die ganze Region Solothurn hat die Sappi jedoch auch so etwas wie einen Hoffnungsschimmer stehen lassen: So wird die Kündigung für jene Mitarbeitenden aufgeschoben, die an zwei anderen Papiermaschinen und in den damit verbundenen Bereichen tätig sind.

Neuausrichtung angestrebt

Hintergrund ist das Bemühen der «Papieri»-Belegschaft, der Solothurner Behörden, der Gewerkschaften und unterstützender Privater, eine Neuausrichtung der Papierfabrik anzustreben: Weg vom gestrichenen Feinpapier, dessen Weiterproduktion Sappi ausdrücklich verbietet, hin zu alternativen Produkten, allen voran Verpackungspapier.

Sappi gewährt bis Ende Juli Frist, diese Alternativen weiter zu konkretisieren. Findet sich bis dann keine Lösung, soll die gesamte Produktion eingestellt werden.

Die Sappi-Europe-Verantwortlichen haben heute das Personal und die Behörden der Gemeinden und des Kantons über ihren Entscheid informiert. Sie sprachen dabei von einem Sozialplan und flankierenden Unterstützungsmassnahmen für die Betroffenen, damit diese «bestmögliche Chancen haben, einen neuen Arbeitsplatz zu finden». (ums)

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