Wahlen 11/Solothurn
Rolf Büttikers Comeback? «Ich stelle mich zur Verfügung, wenn...»

Die Solothurner FDP ist nach dem schlechten Resultat von Nationalrat Kurt Fluri im ersten Wahlgang der Ständeratswahlen zerstritten. Zur Debatte steht sogar ein Kandidatenaustausch. Auch Rolf Büttiker ist nicht abgeneigt, erneut anzutreten.

Marco Sansoni
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Der abtretende Rolf Büttiker schliesst eine erneute Kandidatur nicht aus. «Ich stelle mich zur Verfügung, wenn die Vorzeichen stimmen», sagt der 61-Jährige gegenüber der az. So muss sowohl die Parteibasis wie auch die Organe für eine Kandidatur Büttikers sein.

Das Vorgehen müsste auch mit der SVP und der SP abgesprochen sein. Büttiker wäre der Wunschkandidat der SVP, die ihn bei den letzten nationalen Wahlen unterstützte. Auch mit der SP führte die Solothurner FDP auch schon gemeinsame Wahlkämpfe.

SVP will Fluri verdrängen

Vonseiten der SVP heisst es, man wolle erneut mit Walter Wobmann antreten, sofern die FDP Kurt Fluri ins Rennen schickte. Die SVP trifft sich heute Abend zu Gesprächen über das weitere Vorgehen. Auch der Kantonalvorstand der FDP berät heute. Das Treffen findet in Egerkingen statt. Morgen hat dann die FDP-Basis das letzte Wort.

Für den zweiten Wahlgang können bis am kommenden Montag Kandidaten nachgemeldet werden. Fraglich ist, ob die FDP-Wähler das Spielchen mit dem Rücktritt und dem darauffolgenden Comeback Büttikers goutieren würden. Fakt ist: Mit Kurt Fluri droht der FDP eine historische Niederlage. Ein Solothurner Sitz im Ständerat gehörte seit der Gründung des Bundesstaates 1848 der FDP.

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