Tierseuche

Reitsportanlass in Bättwil wegen Pferdeseuche abgesagt

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Weil ein Pferd positiv auf die gefährliche Seuche Rotz getestet worden ist, ist ein Reitsportanlass im solothurnischen Bättwil im Leimental abgesagt worden. Das kantonale Amt für Veterinärdienst verfügte, dass keine Pferde mehr die Anlage verlassen oder betreten dürfen.

Auch der direkte Kontakt zwischen Pferden und Menschen sei so weit wie möglich zu vermeiden, heisst es auf der Website des betroffenen Reitsportzentrums St. Jakob. Weitere Angaben wollte der Betreiber des Zentrums am Samstag auf Anfrage nicht machen. Verschiedene Medien hatten über die Quarantäne berichtet.

Das betroffene, aus Libanon importierte Pferd soll noch nicht erkrankt sein. Fünf weitere Pferde, die sich derzeit in einem Stall befinden, werden vom kantonalen Veterinärdienst am Montag untersucht.

Diese Pferde dürfen ausschliesslich noch in der Privathalle geritten werden. Für alle anderen Pferde der Anlage sei diese Privathalle gesperrt, zitiert das Reitsportzentrum auf der Website aus der Verfügung des Veterinärdienstes.

Auch für Menschen gefährlich

Die Seuche Rotz ist gemäss Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) eine ansteckende Infektionskrankheit. Diese äussert sich durch Knoten und Geschwürbildung auf den Schleimhäuten, den Atemwegen, der Haut sowie in den inneren Organen. Auch Menschen und andere Säugetiere können sich mit Rotz infizieren.

Der Erreger ist ein Bakterium. Die Übertragung erfolgt durch den direkten oder indirekten Kontakt mit infektiösen Körperausscheidungen. Laut BVET wurde die Krankheit im vergangenen Jahrhundert in Westeuropa ausgerottet. Verbreitet ist Rotz in Asien, weniger häufig in Afrika, im Nahen Osten und in Südamerika.

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