RBS-Bahnhof
Reisende müssen sich fortan zu jeder Tageszeit in Disziplin üben

Weil der RBS-Bahnhof in Bern aus allen Nähten platzt, müssen sich Reisende künftig auch ausserhalb der Stosszeiten verstärkt in Disziplin üben. Ab Januar heisst es vermehrt Warten vor geschlossener Schranke, bevor man in den Zug einsteigen kann.

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RBS-Bahnhof

RBS-Bahnhof

Keystone

Die einsteigenden Passagiere werden in sogenannten Warteräumen zurückbehalten, bis die aussteigenden Passagiere abgezogen sind. Diese Lösung verhindert, dass sich die Passagiere in die Quere kommen und es auf den Perrons kein Durchkommen mehr gibt.

Warten für mehr Komfort

Bisher waren die Warteräume vor allem zu Stosszeiten aktiv. Neu werden sie auch ausserhalb der Pendlerzeiten in Betrieb sein, wie der Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS) am Mittwoch mitteilte. Die Bahnverantwortlichen erhoffen sich von der Massnahme einen reibungsloseren Betriebsablauf und mehr Sicherheit und Komfort für die Reisenden.

Der RBS-Bahnhof wurde 1964 auf den Areal des Berner Bahnhofs gebaut. Damals rechnete man mit maximal 16'000 Passagieren pro Tag, heute sind es bis zu 60'000 Menschen, die den RBS-Bahnhof benutzen.

Ausbau 2025

Die RBS-Verantwortlichen versuchen seit den 1980-er Jahren mit Weg- und Warteregelungen die Passagierströme in einigermassen geordnete Bahnen zu lenken. Wirklich Abhilfe schaffen dürfte aber erst ein geplanter Ausbau des RBS-Bahnhofs, der bis 2025 realisiert werden soll.

Der Regionalverkehr Bern-Solothurn bedient ein grosses Agglomerationsgebiet und ist Teil der S-Bahn Bern. Er zählt mit über 26 Millionen Fahrgästen pro Jahr zu den am stärksten frequentierten Privatbahnen der Schweiz.