Region Solothurn
In Oberdorf haben die Arbeiten für den Glasfaser-Anschluss begonnen – auch in anderen Gemeinden geht es vorwärts

Die beiden Telekomanbieter GA Weissenstein (GAW) und Swisscom sind in die zweite Phase ihrer Kooperation gestartet. Diese sieht vor, dass nebst Oberdorf, die Gemeinden Feldbrunnen, Horriwil, Subingen, Deitingen und Riedholz mit Glasfaser ausgebaut werden.

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Spatenstich zu den Arbeiten. In Oberdorf ist die GAW verantwortlich für den Anschluss an die Glasfaser-Technologie.

Spatenstich zu den Arbeiten. In Oberdorf ist die GAW verantwortlich für den Anschluss an die Glasfaser-Technologie.

Hanspeter Bärtschi

Am Spatenstich ergriff Marc Spirig das Wort, der Gemeindepräsident von Oberdorf. «Wir sind froh, geht es so zügig vorwärts», sagte er und er erzählte, dass die Gemeinde schon mehrfach gefragt worden sei, wann Oberdorf an das Glasfasernetz angeschlossen würde. Die Antwort: Schon sehr bald. Am Dienstag war der Startschuss zu den dazugehörigen Arbeiten. Man habe sich ein ambitiöses Ziel gesetzt, sagte Marcel Eheim, Geschäftsleiter der GA Weissenstein (GAW). Bis im Herbst 2022 sollen alle Liegenschaften erschlossen sein.

Der Beginn der Bauarbeiten in Oberdorf steht stellvertretend für Glasfaserausbau in der Region Solothurn. Dies dank der Kooperation zwischen der Swisscom und der GAW. Diese sieht vor, dass nebst in Oberdorf auch alle Liegenschaften in den Gemeinden Bellach, Rüttenen, Feldbrunnen, Horriwil, Subingen, Deitingen und Riedholz mit Glasfaser erschlossen werden. Wie der Medienmitteilung zu entnehmen ist, werden dabei sowohl die Swisscom wie auch die GAW für einige Gemeinden die Verantwortung für den Ausbau und die Umstellung übernehmen. Die GAW in Horriwil, Oberdorf, Subingen, Feldbrunnen sowie Riedholz. Die Swisscom zeichnet sich verantwortlich für Rüttenen, Bellach sowie Deitingen. Die Infrastruktur wird anschliessend gemeinsam und gleichberechtigt genutzt. Jedes Unternehmen erhält dabei eine Faser. Und auch wenn die Federführung bei Swisscom und GAW liegt, können andere Anbieter die Infrastruktur nutzen.

Region um Solothurn bald zu 66 Prozent erschlossen

Es ist bereits die zweite Kooperation zwischen den beiden Unternehmen. Die erste begann im Mai 2013. Im Zuge dieser wurden sämtliche Wohneinheiten der Gemeinden Solothurn, Zuchwil, Biberist und Langendorf vollständig mit den neuen Glasfaser Technologien erschlossen. Seither profitieren die Kundinnen und Kunden von Internetgeschwindigkeiten von bis zu 10 Gbits. Nach dem Abschluss der 2. Phase der Zusammenarbeit wird die Region um Solothurn zu 66 Prozent vollständig mit Glasfaser erschlossen sein.

«Über eine weitere Zusammenarbeit in einer 3. Phase wird zu gegebener Zeit entschieden»,

heisst es in der Mitteilung.

«Auf den ersten Blick kann diese Zusammenarbeit zweier Mitbewerber erstaunen», heisst es in der Mitteilung weiter. Doch: Die Unternehmen seien überzeugt, «dass es für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation ist. Neben den Kosten, die geteilt werden, ist so beispielsweise sichergestellt, dass in den Gemeinden nicht mehrfach Strassen aufgerissen werden müssen.» Der bauliche Eingriff beschränke sich somit auf ein Minimum. (fvo/mgt)