Lohn-Ammannsegg
Region erhält mit der Landi einen neuen Treffpunkt

Die Landi Bucheggberg eröffnet heute ihren Laden. Der Start für ein grosses Fest, denn gefeiert wird nicht nur heute. Das ganze Wochenende stehen im neuen, 16,5 Millionen-teuren Laden in Lohn-Ammannsegg Festivitäten an.

Christof Ramser
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Neue Dimension: Neben der Stahlhalle (rechts) sieht die frühere Landi (links neben dem Siloturm) fast wie ein Spielzeughaus aus.

Neue Dimension: Neben der Stahlhalle (rechts) sieht die frühere Landi (links neben dem Siloturm) fast wie ein Spielzeughaus aus.

Christof Ramser

«Diese Halle ist ja riesengross.» Wer in den vergangenen Wochen an der Baustelle des neuen Ladens der Landi Bucheggberg vorbeifuhr, staunte über die Ausmasse. Vor allem die Stahlhalle neben dem RBS-Bahngleis ist mit 48 Meter Länge, 40 Metern Breite und einer Höhe von 12 Metern ein beeindruckender Bau. Geschäftsführer Samuel Marti relativiert: «Vertreter der holländischen Baufirma haben mir gesagt, dass ihre Normbauten in der Regel viel grösser sind.»

Landi-Geschäftsführer Samuel Marti

Landi-Geschäftsführer Samuel Marti

Solothurner Zeitung

Dass Marti einen Teil der Bauarbeiten nach Holland vergeben hatte und vom Landi-Konzept abgewichen war, kam bei der Landi Schweiz und einigen Bauern aus der Region nicht nur gut an. Doch die Wogen haben sich geglättet. Was für Samuel Marti zählt, sind die effizientere Bewirtschaftung sowie die besseren Lichtverhältnisse, die der normierte Bau mit sich bringt. Die Hochregallager in der Stahlhalle seien gut erreichbar und sämtliche Korridore breit genug für die Staplerfahrzeuge.

Und überhaupt: Mit 2,5 Millionen Franken sei nur ein kleiner Teil der Gesamtkosten von 16,5 Millionen ins Ausland geflossen. Zusammen mit dem Neubau habe die Landi Bucheggberg in den letzten 20 Jahren Aufträge für 26,5 Millionen Franken an Handwerker aus der Region vergeben. «Wir sind also ein recht guter Kunde des regionalen Gewerbes.»

Viele Erfolgsrezepte

Fakt ist, dass die Bewohner der Region gute Kunden der Landi sind: Vor allem der Shop mit integriertem Bistro, der auch am Sonntag jeweils bis 22 Uhr geöffnet ist, floriert. Viele treffen sich dort auf einen Kaffee und einen Schwatz. Das ist eines der Erfolgsrezepte für den Landi-Laden, glaubt Marti: «Mit Tankstelle, Autowaschanlage, Gartencenter, Getränkehandel, Freizeitartikeln und neu einem Geldautomaten kommen wir den heutigen Ansprüchen entgegen.» Ein bewährter Zweig neben dem Laden sind die Dienstleistungen für die Landwirtschaft, so etwa die Mischfutterproduktion oder ein Spritzbetrieb.

Auch die 72 Parkplätze in der neuen Tiefgarage seien ein Bedürfnis – würden doch viele Kunden auch aus Biberist oder Bätterkinden in die Landi fahren, weil sie wissen, dass es dort genügend Parkplätze gibt. Geheizt wird der neue Laden mit Pellets, eine Wärmerückgewinnungsanlage nutzt die Abwärme der Kühlräume und heizt das Wasser für die Autowaschanlage auf. Neben 7 Vollzeitstellen beschäftigt die Landi 29 Teilzeitmitarbeiter und 2 Lehrlinge. Übrigens: Der alte Landi-Laden wird laut Samuel Marti vermietet. An wen, sei aber noch offen.

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