Regierungsratsbeschluss
Die Hänge im Thal konnten gesichert werden

Im Frühling und Sommer kam es in Mümliswil und Gänsbrunnen zu Hangrutschungen. Nun hat der Regierungsrat die Projekte zur Wiederherstellung genehmigt. Bis Ende Jahr sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Rahel Bühler
Drucken
Teilen
Hangrutsch in Gänsbrunnen.

Hangrutsch in Gänsbrunnen.

Bruno Kissling

An der Binzstrasse in Gänsbrunnen kam es im März und im Mai zu zwei Hangrutschungen. Bei der ersten lösten sich 350 Kubikmeter Geröll, bei der zweiten gar 1000 Kubikmeter. Nun hat der Regierungsrat entschieden, wie es weitergeht. Einerseits genehmigt der Rat das Projekt, das die Gemeinde Welschenrohr-Gänsbrunnen Thal ausgearbeitet hat. Andererseits sichert er finanzielle Beteiligung des Kantons zu.

Nach den beiden Hangrutschungen wurde die Strasse jeweils gesperrt. Es folgten zwei Augenscheine mit den im Projekt involvierten Parteien und ein geologisches Gutachten. Daraufhin wurden die Wiederherstellungs- und Sicherungsarbeiten festgelegt.

Felsplatte verankert

Zuerst habe man die Felssicherungsmassnahmen angegangen, wie im Regierungsratsbeschluss steht. Dabei wurde die Abbruchkante mit vier Meter langen Felsnägeln gesichert. So wurde die Felsplatte mit dem Untergrund verankert. Abschliessend wurde die Felskante mit einem Netz versehen. Es dient als Schutz vor weiteren Steinschlägen. Im Anschluss wurde der restliche Schutt weggeräumt und die Strasse wieder instand gestellt. Weil die Arbeiten dringend waren, wurden sie sobald wie möglich – unter Berücksichtigung des Wetters – ausgeführt.

Für die Arbeiten sind 290'000 Franken veranschlagt. Der Kanton wird sich mit zehn Prozent oder maximal 29'000 Franken an diesen voraussichtlichen Kosten beteiligen. Auch der Bund werde sich an den Kosten beteiligen. Für die Ausführung aller Arbeiten gewährt der Regierungsrat eine Frist bis Ende Jahr. Weil es sich um die Instandstellung und die Sicherung von bestehenden Anlagen handelt, waren keine Baubewilligungsverfahren und keine Publikation nötig.

Strasse unterspült

Nach den starken Regenfällen im Juli ereigneten sich auch im Gebiet Limmern in Mümliswil-Ramiswil zwei Hangrutsche. Am 14. Juli wurde zwischen dem Hof und dem Berghaus obere Wechten ein grosser Teil der Strasse unterspült. Dieser Teil ist als Folge mit Erdmaterial in die umliegenden Weiden abgerutscht. Der betroffene Strassenteil musste für den Durchgangsverkehr gesperrt werden. Eine zweite Rutschung ereignete sich zwischen der Kapelle St. Josef und dem Abzweiger Ramisgraben. Dort konnte die Durchfahrt provisorisch aufrechterhalten werden.

Federführend dabei war die Flurgenossenschaft Limmern-Hauberg. Sie hat im Anschluss gemeinsam mit einem Ingenieurbüro ein Bauprojekt für die Instandstellung der Limmernstrasse ausgearbeitet: Die Böschungen sollen mit einem Stützsystem auf einer Fundation mit Sickerbeton neu auf-gebaut und gesichert werden. Mit einer Sickerleitung soll die Rutschstelle zusätzlich entwässert werden. Im Anschluss wurde die Strasse wieder instand gesetzt.

Auch diesem Vorhaben stimmt der Regierungsrat zu, wie aus einem weiteren Regierungsratsbeschluss hervorgeht. Weil auch diese Arbeiten dringlich waren, wurden sie sobald wie möglich durchgeführt. Das Projekt soll 140'000 Franken kosten. Der Kanton wird sich mit 34 Prozent oder maximal 47'600 Franken an den Kosten beteiligen. Auch der Bund werde einen Teil übernehmen.

Für die Ausführung der Arbeiten gewährt der Regierungsrat ebenfalls eine Frist bis Ende Jahr. Weil es sich um die Instandstellung und die Sicherung von bestehenden Anlagen handelt, sind ebenfalls keine Baubewilligungsverfahren und keine Publikation nötig.

Aktuelle Nachrichten