Der Regierungsrat habe seine Erwartungshaltung an die Sappi Schweiz AG, dem Eigentümer der Papierfabrik Biberist, sehr deutlich formuliert, teilt der Regierungsrat am Dienstag mit. Volkswirtschaftsdirektorin Esther Gassler habe die Bedeutung der aktuellen Situation für die Region und den Kanton Solothurn aufgezeigt. Ausserdem habe sie «die soziale Verantwortung des Unternehmens unmissverständlich hervorgehoben».

Die Vertreter der Sappi Schweiz AG würden die entstandene Situation sehr bedauern. Sie seien sehr interessiert, am Standort Biberist weiterhin industrielle Arbeitsplätze anbieten zu können.

Regierung bietet personelle Ressourcen an

Der Regierungsrat besprach mit den Vertretern des Betreiber auch die Rahmenbedingungen für das Konsultationsverfahren und lotete mögliche Szenarien und deren Realisierungschancen aus. Diskutiert wurde unter anderem eine Weiterführung der Papieri, eine neue Trägerschaft, oder eine Neunutzung.

Informationen zu den vorgeschlagenen und geprüften Massnahmen sollen transparent an den Regierungsrat weitergeleitet werden, wünscht sich dieser. Er wolle klare Begründungen, wenn mögliche Massnahmen verworfen würden. Der Regierungsrat sei durchaus bereit, personelle Ressourcen zur Verfügung zu stellen, um eine Lösung zu finden.

Erhalt der Arbeitsplätze hat erste Priorität

Der Regierungsrat will so viele Arbeitsplätze erhalten wie möglich. Das habe erste Priorität, schreibt er. Ausserdem sollen alle möglichen Varianten aufgeführt werden, wie die Papieri oder zumindest Teile davon weiter existieren können.

Das Unternehmen der Papierfabrik habe zugesagt, für die Lernenden Ersatzlehrstellen zu suchen. Kommt es zu Entlassungen soll ein Sozialplan zum Einsatz kommen.

Eine weitere Aussprache zwischen den Parteien wurde vereinbart. Diese soll nach Ablauf der Konsultationsfrist und vor dem Entscheid der Sappi Schweiz AG zum Ergebnis des Konsultationsverfahrens erfolgen. (ldu)