Regierungsrat
Der Kanton Solothurn stärkt den Jugendschutz im Suchtbereich

Das Blaue Kreuz, die PERSPEKTIVE und die Suchthilfe Ost GmbH erhalten das Mandat, ab 2022 Schulen im Kanton Solothurn unter anderem bei Suchtthemen zu beraten und Testkäufe durchzuführen. Zudem sollen sie künftig die Gemeinden bei der Bewilligung von Veranstaltungen noch stärker unterstützen

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Der Kanton stärkt die Suchtmittelprävention bei Jugendlichen .

Der Kanton stärkt die Suchtmittelprävention bei Jugendlichen .

Kristoffer Finn/Laif

Der Kanton Solothurn hat in den letzten zwei Jahren seine Strategie für den Jugendschutz im Suchtbereich überarbeitet. Das Themenspektrum wurde von den bisherigen Schwerpunkten Alkohol und Tabak auf neue um neue Themen wie beispielsweise Computerspiele, Social Media oder synthetische Cannabinoide erweitert. Das teilt die Staatskanzlei mit.

Nach einer öffentlichen Ausschreibung hat der Regierungsrat nun das Blaue Kreuz Bern-Solothurn-Freiburg, sowie die beiden Suchthilfeinstitutionen PERSPEKTIVE Solothurn-Grenchen und die Suchthilfe Ost GmbH beauftragt, die Strategie ab 2022 umzusetzen.

Aufklärung, Sensibilisierung und Unterstützung

Gemäss Medienmitteilung setzten die Jugendschutzmassnahmen im Kanton Solothurn auch in Zukunft auf die Eigenverantwortung der Jugendlichen: Diese würden weiterhin über Suchtmittel und die entsprechenden Risiken aufgeklärt. Weiter sollen die Eltern und Erziehungsberechtigten sensibilisiert und beispielsweise Schulen oder Vereine unterstützt werden.

Ebenso würden die Rahmenbedingungen für den Jugendschutz weiterhin verbessert, indem zum Beispiel die Abgabebeschränkungen von Suchtmitteln an Jugendliche auch künftig mit Testkäufen kontrolliert werden. Verstärkt werden solle die Zusammenarbeit mit den Gemeinden. Künftig sollen diese bei der Bewilligung von Veranstaltungen mehr Begleitung und Unterstützung zu Fragen des Jugendschutzes erhalten.

Der Kanton werde mit den drei beauftragten Institutionen Leistungsvereinbarungen ab 2022 abschliessen heisst es in der Mitteilung. Die finanziellen Mittel für die Umsetzung der Massnahmen von 500'000 Franken pro Jahr würden aus dem zweckbestimmten Fonds «Alkoholzehntel» bereitgestellt. Im Kanton Solothurn werden seit über zehn Jahren Massnahmen zur Suchtmittelprävention bei Jugendlichen umgesetzt. (sks)

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