Das Openair Etziken gehört bei vielen Musik- und Open-Air-Liebhabern in der Region fest ins Sommerprogramm. Heuer wird das Open Air zum 15. Mal durchgeführt. Aus Anlass des «ungraden» Jubiläums wurde das äussere Erscheinungsbild verändert. Sowohl die Homepage als auch die Werbetafeln kommen jünger, peppiger und frecher daher.

«Der Generationenwechsel ist fast vollzogen», meint Martin Kaufmann (OK-Präsident) dazu. Er führt das OK zum 15. und letzten Mal. «Ich werde weiterhin Präsident des Vereins Openair Etziken bleiben. Aber damit trennen wir die Vereinsebene und die operative Arbeit.» Neben Kaufmann haben auch viele andere Vorstandsmitglieder der ersten Stunde ihre Funktionen in den letzten paar Jahren abgegeben. Sie bleiben dem Open Air zwar treu und sind jederzeit als Helfer zur Stelle. Aber die Verantwortung haben sie an jüngere Kräfte übergeben.

Neu mit App

Am ehesten fällt die neue Homepage des Open Airs auf. «Wir haben letztes Jahr schon an ein Redesign gedacht. Aber es ist einfach aufwändig», so Kaufmann. Wären der Web-Designer und der Grafiker, die daran gearbeitet haben nicht Vereinsmitglieder, dann hätte das Redesign wohl nicht stattgefunden. «Die neue Homepage zieht anderes nach sich. Die Logos auf der Bühne, die Werbetafeln, die Plakate – alles musste angepasst werden.» Auch ein App für das iPhone kann seit diesem Jahr heruntergeladen werden.

Stress als Hauptakt vorgesehen

Dass neue Leute im Vorstand sind, merkt man auch dem Programm an. Zwar wird weiter auf bewährte Werte gesetzt. The Failures, Adrian Stern oder Baschi seien unverzichtbar für Etziken. «Ich freue mich auch auf Philipp Fankhauser. Er ist zum ersten Mal in Etziken.» Aber mit den Baseballs und Christina Stürmer kommen andere Headliner ins Wasseramt, als sich das Stammpublikum gewohnt ist. «Bis Ende Februar hatten wir die Hoffnung, dass Stress am Samstagabend als Hauptakt kommt. Dann hat er sich aber dazu entschieden, heuer keine Konzerte zu geben.» Damit kamen die Verantwortlichen ins Schwitzen. Sunrise Avenue waren im Gespräch – sagten dann aber für ein Konzert in Finnland zu. «Wir sind Helden» waren eine Option. «Zu guter Letzt haben wir erneut bei Christina Stürmer angefragt. Sie hatte im Oktober eigentlich abgesagt, plötzlich kam dann aber doch das Okay.»

Nicht weiterwachsen

«Letzten Herbst sassen die ehemaligen und die neuen Vorstandsleute zusammen. Wir haben uns überlegt, wie es mit dem Open Air weitergehen soll. Sicher ist, dass wir nicht weiterwachsen wollen.» Qualität gehe ganz klar vor Quantität. Mit dem Kinder-Open-Air und dem zweitägigen Anlass sei die Grenze erreicht. «Schon jetzt wird es schwierig, alles im Nebenamt zu erledigen und alle Verträge für die Bands aufzusetzen. Wir überlegen uns sogar, ob wir einige Arbeiten auslagern sollen.»

Im Bereich der Buchung der Bands arbeitet das Open Air zum Teil auch mit dem Kofmehl zusammen. «Dass mit den Baseballs und Christina Stürmer gleich beide
Headliner dieses Jahr auch schon im Kofmehl waren, ist aber Zufall», so Kaufmann. Es sei schwierig, immer wieder Neues zu bringen. «Nur alleine auf dem Schweizer Markt können wir nicht mehr suchen. Heuer war es zudem speziell schwierig, weil viele Bands Pause machen.» Je grösser und bekannter die Bands sind, desto anspruchsvoller wird zudem die Arbeit backstage. «Die Technik muss stimmen. Wir legen zudem grossen Wert darauf, dass sich die Bands wohl fühlen und gut betreut werden.»

Bereits jetzt sind für Freitag und Samstag mehr als 2000 Tickets verkauft. «Das ist mehr als letztes Jahr», ist Kaufmann zufrieden. Die letzten Tickets können noch im Vorverkauf oder an der Abendkasse erstanden werden.