Als beschlossen gelte, dass die geplante Mittel- und Bergstation dank neuer technischer Entwicklungen und eines geänderten Antriebskonzepts deutlich verkleinert würden, teilte die Seilbahn Weissenstein AG am Montag mit. Die Mittelstation werde rund elf Meter kürzer.

Die Modifikationen führten zu geringeren Lärmimmissionen und verbesserten die Landschaftsverträglichkeit des Vorhabens. Zwar verzögere sich das Projekt. Es würden dafür "mehr Sicherheit und Akzeptanz" erreicht, hält das Unternehmen fest.

Die Sesselbahn Weissenstein AG will auf den 1280 Meter hohen Hausberg von Solothurn eine moderne Bahn mit 50 Sechser-Gondeln bauen. Das Projekt mit Investitionen von 12 Millionen Franken ist umstritten. Im November 2009 hatte die historische Sesselbahn nach 60 Jahren ihren Betrieb eingestellt.

Heimatschutz will alte Bahn retten

Der Schweizer Heimatschutz (SHS) und die Organisation "Pro Sesseli" kämpfen für den Erhalt der alten Bahn. Sie möchten zusammen mit der Stiftung historische Seilbahn Weissenstein die Anlage sanieren und weiterbetreiben. Das Seilziehen um die Bahn lässt in der Region die Emotionen hochgehen.

Im vergangenen März hatte der Bundesrat die Anpassung des Richtplans für den Weissenstein genehmigt und Auflagen gemacht. So muss der Kanton Solothurn sicherstellen, dass die neue Seilbahn die Landschaft "nicht übermässig" beeinträchtigt. Das Gesuch für die Konzession der geplanten Gondelbahn ist beim Bund hängig.