Das Bau- und Justizdepartement des Kantons Solothurn hat es im letzten Gäuanzeiger und Amtsblatt angekündigt: Vom kommenden Dienstag, 2. August, bis Freitag, 5. August, wird die Oltner-/Solothurnerstrasse H5 zwischen dem Kreisel Bachmattstrasse Egerkingen bis Hafenstrasse Hägendorf vollständig gesperrt. Gleiches geschieht mit den Flurwegeinmündungen im Bereich der Baustelle.

Die Sanierung der Kantonsstrasse H5 mit Ersatz der Betonfahrbahn und Kreiselneubau zwischen Egerkingen und Hägendorf geht in die Endphase. Baubeginn war vor 13 Monaten. Anfang nächster Woche beginnen die Vorbereitungsarbeiten für den Einbau des Deckbelags ennet dem neuen Kreisel bis zum Grünen Zentrum und den Rückbau der provisorischen Umfahrungsstrasse im Kreiselbereich.

Das Wetter muss mitspielen

Nach Angaben von Rudolf Mühlethaler, ERO-Projektleiter des Kantonalen Amts für Verkehr und Tiefbau, soll der Kreisel Ende Woche fertig gebaut und befahrbar sein. Im Anschluss an die Fertigstellung des Deckbelags am Freitag, 5. August, sind noch Anpassungsarbeiten an Flurwegen und Banketten zu erledigen, «doch der Verkehr kann dann auf der Kantonsstrasse wieder rollen», hält Mühlethaler fest. Damit ist das Sanierungsprojekt beendet.

Für den Zeitraum des Deckbelageinbaus – also von 2. bis 5. August – wird die Kantonsstrasse komplett gesperrt. Den Verkehr wird
von Egerkingen beziehungsweise Hägendorf aus in beide Richtungen über das Mittelgäu via Härkingen, Gunzgen und Kappel umgeleitet. Auch die Busverbindung verläuft über eine Umleitung.

Laut Mühlethaler wird die Hafenstrasse als Verbindung zur Industriestrasse befahrbar sein; eine Zufahrt zum Murpf-Transportunternehmen ist möglich. Das Ganze ist laut Mühlethaler witterungsabhängig. «Wenn es regnet, müssten wir die Arbeiten um eine Woche verschieben. Wir hoffen aber, dass das Wetter mitspielt. Die Prognose sieht nicht schlecht aus.»

«Sogar sehr planmässig gelaufen»

Auch wenn Sanierung der «Betonpiste» zwischen Egerkingen und Hägendorf für diverse Verkehrsteilnehmer und Leserbriefschreiber zu lange dauert(e), gingen die Arbeiten nach Angaben des AVT-Projektleiters zeitplanmässig voran – «sogar sehr genau planmässig». Grund für die für Aussenstehende als unnötig empfundene Verzögerung sind die tiefen Temperaturen in den letzten Wintermonaten. «Deswegen mussten wir die Arbeiten von Mitte Dezember bis Ende März unterbrechen», erklärt Mühlethaler. «Bei Lufttemperaturen von weniger als fünf Grad dürfen wir grundsätzlich keine Trag- und Bindeschichten einbauen. Je dicker der Belag ist, desto weniger rasch kühlt er ab.»

Rudolf Mühlethaler weist darauf hin, dass es sich bei der 2,3 Kilometer umfassenden Strassensanierung um «eine sehr lange Strecke» handelt. Und: Rund 10000 Tonnen Beton wurden abgebrochen. «Wir beanspruchen die Zeit, die es braucht. Von uns und der Bauunternehmung hat niemand ein Interesse daran, länger am Projekt zu arbeiten, als es nötig ist.»