pflichtlager
Der Solothurner Regierungsrat sagt Ja zur Wiedereinführung von Pflichtlagern für Saatgut

Der Solothurner Regierungsrat begrüsst das Vorhaben des Bundesrats, wieder Pflichtlager für Pflanzensaatgut einführen. Das gilt vorerst nur für Raps. Er schlägt jedoch vor, die Ausdehnung der Lagerhaltung auf weitere Pflanzenarten umgehend zu prüfen.

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Der Regierungsrat unterstützt die Wiedereinführung von Pflichtlagern für Raps-Saatgut. Hier ein Feld im Naturpark Thal.

Der Regierungsrat unterstützt die Wiedereinführung von Pflichtlagern für Raps-Saatgut. Hier ein Feld im Naturpark Thal.

Bruno Kissling

Um in Krisen und Mangellagen die Versorgung mit lebenswichtigen Gütern sicherzustellen, werden in der Schweiz Pflichtlager gehalten. Die Pflichtlager für Pflanzensaatgut wurden in der Schweiz in den 1990er Jahren aufgelöst.

Mit der zunehmenden Internationalisierung und Konzentration des Saatgutmarktes in den letzten Jahren ist die Schweiz bei einzelnen Nutzpflanzen vollständig vom Ausland abhängig geworden. (z.B. bei Raps und Zuckerrüben).

Der Bundesrat schlägt deshalb die Wiedereinführung der Pflichtlager für Saatgut vor und will dies in einer neuen Verordnung regeln. Vorerst soll nur Rapssaatgut an Lager gehalten werden.

Der Regierungsrat des Kantons Solothurn stimmt dem ausdrücklich zu, schreibt die Staatskanzlei in einer Medienmitteilung. Er verlangt aber, dass bei Krisen und Mangellagen umgehend die Verfügbarkeit von relevantem Saatgut beurteilt und die Ausdehnung der Pflichtlager auf weitere Nutzpflanzen geprüft wird. (sks)

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