2009 wird Paul Okeke Pfarrer von St. Barbara in Kappel. Der 32-Jährige legt bis dann eine beachtliche Karriere hin. Erst vor zehn Jahren zieht er von seinem Heimatland Nigeria nach Österreich, studiert dort Theologie und Philosophie. Beides hat er erfolgreich abgeschlossen. Dann, im August 2009, wird er vollamtlicher Pfarrer in Kappel.

«Wenige Male» bei ihm zu Hause

Dort lernt er die Pfarreisekretärin Susanne Rippstein (39) kennen. Obwohl sie verheiratet und zweifache Mutter ist, beginnt sie mit dem Pfarrer eine Affäre: «Ja, ich hatte eine Affäre mit der Sekretärin des Pfarramts. Es war ein Fehler!», beichtet Okeke zu «Tele M1».

Der Pfarrer von Kappel hatte eine Geliebte

Der Pfarrer von Kappel hatte eine Geliebte

Im Beitrag des Regionalsenders sagt die zweifache Mutter: « Die Initiative ging von ihm aus. Er suchte die körperliche Nähe. Ich dachte, er hätte mich wirklich gern.» Offenbar habe der charmante dunkelhäutige Pfarrer ihr «Komplimente gemacht. «Er sagte das, was eine Frau gerne hört.»

Details zur Affäre gibt Okeke  nicht Preis. «Sie besuchte mich nur wenige Male in meinen privaten Räumen. Ich habe sie dabei nie zu etwas gedrängt», sagt er nur.

Sie wird freigestellt, er darf bleiben – vorerst

Als der Kappeler Präsident des Kirchgemeinderats davon erfährt, wird S.R. freigestellt. Der Fall wird an das Bistum weitergeleitet. Dort fordert man Okeke auf, zu demissionieren. Doch der 32-Jährige aus Nigeria will Pfarrer von Kappel bleiben.

Entschieden ist jedoch noch nichts. Denn Okeke muss am Donnerstag bei Bischof Felix Gmür antraben. Gut möglich, dass für das Bistum Basel die «kurze Affäre», wie sie Okeke selbst nennt, zu viel war.

Kein Kommentar der Kirche

Okeke war heute für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Auch das Bistum Basel will vorerst nichts zu diesem Thema sagen. Nur so viel: «Bischof Felix Gmür hat am 21. März für morgen Donnerstag mit Pfarrer Paul Okeke ein Gespräch vereinbart. Nach diesem Gespräch wird der Bischof dazu Stellung nehmen», schreibt das Bistum Basel gegenüber az.

Warum Susanne Rippstein freigestellt wurde und nicht Okeke, will die Kirche ebenfalls nicht kommentieren.

In Kappel selbst will sich übrigens niemand darüber aufregen, dass der Pfarrer ein Verhältnis mit seiner Sekretärin hatte, wie eine Strassenumfrage von Tele M1 zeigt. (bau/sha/cls)