Persönlich
Vom Leben ohne Smartphone

Bis vor einer Woche war ich ohne Smartphone unterwegs. So lebt es sich gut.

Daniela Deck
Daniela Deck
Drucken
Teilen
Zum Glücklichsein brauchts kein Smartphone.

Zum Glücklichsein brauchts kein Smartphone.

Roger Zbinden

Der Verzicht aufs Smartphone ist in meiner Generation so exotisch, dass ich nie in Verdacht gekommen bin. Dass ich nicht permanent erreichbar bin, ist nicht aufgefallen - alle anderen sind nämlich mit der eigenen Erreichbarkeit beschäftigt.

Es lebt sich gut so, auch im Journalismus. Für E-Mail und Internet gibts den Bürocomputer, zum Autofahren das Nüvi und im Zug das Tablet. Selbst für das Covid-Zertifikat braucht es keine 4G-Technologie.

Hätten die Mobilfunkanbieter meinem Nokia nicht den Saft abgedreht, würde ich den «Knochen» noch immer mit mir herumtragen. Der Grund für meine Smartphone-Verweigerung: die Haptik. Keine der Platten mit Display passt richtig in die Hand. Eine Abogebühr von zwölf Franken ist natürlich auch nicht zu verachten.

Als Nokia-Ersatz musste vor zwei Jahren ein altes Microsoftphone herhalten - quasi ein Schaf im Wolfspelz. Es sieht aus wie ein Smartphone, ist aber keins. In einem Monat habe ich das Ding öfter fallen gelassen als das Nokia in den 18 Jahren zuvor. Jetzt ist das Experiment beendet. Ich habe vor einer Woche ein Iphone gekauft. Seither bin ich auf der Suche nach den Vorteilen, die es bieten soll.

daniela.deck@chmedia.ch

Aktuelle Nachrichten