Der angeschossene SVP-Präsident und Unternehmer Heinz Müller schiesst scharf zurück: An einer Medienkonferenz gab er gestern bekannt, dass er gegen den Kanton Solothurn eine Klage eingereicht hat.

Müller verlangt 1000 Franken Schadenersatz und 1000 Franken Genugtuung, weil Funktionäre des Kantons bekannt gemacht hätten, dass gegen ihn eine Strafuntersuchung wegen Steuerbetrugs und Urkundenfälschung läuft. «Mit dieser Amtsgeheimnisverletzung wurden die Persönlichkeitsrechte meines Mandanten verletzt», erklärte Müllers Rechtsvertreter und SVP-Kantonsrat Manfred Küng. «Wir wollen wissen, wo das Leck lag.»

Wer hinter diesem Leck in der Verwaltung steht, ist für Müller und seine Parteikollegen offensichtlich: die FDP. «Der Freisinn wird bei den nächsten Wahlen 2011 ein Blutbad erleben», prophezeit Heinz Müller. Deshalb attackiere der Freisinn bereits jetzt überall in der Schweiz SVP-Exponenten, um daraus Kapital zu schlagen. In Müllers Fall gehe die «politische Schmutzkampagne» vom Finanzdepartement von Christian Wanner (FDP) aus, führte Müllers Kommunikationsberater und SVP-Kantonsrat Roman Jäggi aus.