Olten

Zwei von vier Stadträten wollen bei den nächsten Wahlen wieder antreten

Von links: Benvenuto Savoldelli, Marion Rauber, Iris Schelbert und Thomas Marbet.

Von links: Benvenuto Savoldelli, Marion Rauber, Iris Schelbert und Thomas Marbet.

Die beiden SP-Mitglieder Marion Rauber und Thomas Marbet wollen weitermachen, die Grüne Iris Schelbert tritt ab – unsicher ist, ob FDP-Mann Benvenuto Savoldelli nochmals antritt.

Stadtpräsident Martin Wey hat in dieser Zeitung seinen Verzicht auf eine erneute Stadtratskandidatur im März 2021 angekündigt. Seine Partei ist bereits im Januar über den Entscheid informiert worden, wie Parteipräsident Wolfgang von Arx auf Anfrage sagt. «Wir werden sicher wieder mit einer Kandidatin oder einem Kandidaten für den Stadtrat antreten.» Auch das Amt des Stadtpräsidenten gibt die CVP nicht einfach verloren: «Je nachdem, wie unsere Kandidatur abschneidet, werden wir entscheiden», sagt von Arx. Das weitere Vorgehen wird bereits in diesen Tagen bestimmt. Erste Gespräche mit möglichen Kandidaten seien bereits geführt worden, so von Arx. Wer wohl eher nicht antreten wird, ist Co-Fraktionspräsidentin Muriel Jeisy. Bei zwei Kindern, davon ein viermonatiges Baby, sei dies «weniger realistisch», sagt sie.

Eine Umfrage bei den derzeit amtierenden Stadträten zeigt, dass mindestens zwei von vier Mitgliedern weitermachen möchten – wenn sie denn von der Partei nochmals nominiert werden. Zum einen würde sich Thomas Marbet, der seit acht Jahren Vizestadtpräsident und Baudirektor ist, «gerne nochmals zur Verfügung stellen», wie der 52-Jährige auf Anfrage sagt. Es seien «spannende Themen», die er in den nächsten Jahren noch aufgleisen möchte, wie etwa den neuen Bahnhofplatz oder die Ortsplanungsrevision. Ob er auch das Amt des Stadtpräsidenten anstrebt, hat er noch nicht entschieden. Ebenfalls erneut zur Verfügung stellen möchte sich seine Parteikollegin Marion Rauber, die seit vier Jahren im Stadtrat sitzt und die Direktion Soziales unter sich hat. «Für mich war immer klar, dass ich eine zweite Legislatur anhängen möchte», sagt die 53-Jährige.

Noch nicht entschieden hat sich hingegen FDP-Stadtrat Benvenuto Savoldelli, der seit acht Jahren als Finanzdirektor im Gremium politisiert. «Ich bin in einem Alter, in dem ich mir Gedanken machen muss, ob ich es nicht ruhiger angehen will», sagt der 58-Jährige. Zudem gibt er zu, dass er eine Weile Motivationsprobleme hatte: «Die Tonart, die im Gemeindeparlament zum Teil angeschlagen wird, ist unter gewissen Anstandsregeln.» Kritik dürfe man anbringen, aber es komme auch darauf an, in welcher Form dies geschehe.

Bereits bei den Stadtratswahlen vor drei Jahren hat die Grüne Iris Schelbert angekündigt, dass dies ihre letzte Amtsperiode sei. Daran will sich die 63-Jährige auch halten und nach insgesamt 28 Jahren in der kommunalen Politik – 16 Jahre im Gemeindeparlament und 12 Jahre im Stadtrat – im Sommer 2021 abtreten. Wer ihre Nachfolge im Stadtrat antreten soll, ist bei den Grünen noch nicht klar. «Natürlich wollen wir den Sitz halten», sagt Grünen-Präsidentin Myriam Frey Schär. Sie selbst schliesst eine Kandidatur aus: «Ich bin nicht für ein Exekutivamt geeignet.»

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