Hägendorf

Wer übernimmt den Schlüssel im Restaurant Schlüssel?

Der «Schlüssel» steht zum Verkauf; Besitzer Rikard Gojani hat damit aber keine Eile.

Der «Schlüssel» steht zum Verkauf; Besitzer Rikard Gojani hat damit aber keine Eile.

Besitzer Rikard Gojani will die Liegenschaft an der Allerheiligenstrasse 1 in Hägendorf verkaufen. Eilig hat er es aber nicht.

Er sagt, wirten sei sein Traum gewesen. Rikard Gojani ist Besitzer des Restaurant Schlüssel in Hägendorf und hat zwischen 2007 und 2014 dort selbst gewirkt. Dann schlug der Burn-out-Hammer zu und Gojani musste das Restaurant verpachten. «Ich weiss: Wenn ich ins Restaurant zurückkehren würde, ich wäre sofort wieder in derselben Situation wie unmittelbar vor dem Burn-out», sagt er. Deshalb steht die ganze Liegenschaft Schlüssel jetzt zum Verkauf, nachdem Pächter Ueli Wietlisbach wegen der Coronakrise von einer Wiedereröffnung absah.

Es gibt überraschend viele Interessenten

Es gebe durchaus Interessenten für die aus dem 19. Jahrhundert stammende Liegenschaft, gibt Gojani zu verstehen. Und er reicht nach: «Eigentlich überraschend viele.» Das ganze Verkaufsdossier habe er selbst zusammengestellt. Allerdings habe sich bislang noch nichts Konkretes ergeben. «Wissen Sie, erst wenn Verträge unterzeichnet sind, ist eine Angelegenheit definitiv.» Er lächelt leise. Über den Preis will er nicht öffentlich sprechen, aber er gibt zu verstehen: «Der Schlüssel hat Raum für über 80 Gäste und ist ein gemütliches, rustikales Lokal mit einer guten Stammkundschaft. Das Inventar steht vollständig zur Verfügung. Man könnte also gleich loslegen.»

Das habe schon seinen Preis. Das Haus sei auch sonst gut im Schuss. 2007, also im Jahr der Übernahme durch Gojani, wurde das Gebäude komplett renoviert, wie das Verkaufsdossier verrät. Zudem gehören auch drei Wohnungen unterschiedlicher Grösse zur Liegenschaft. Und: «Über 40 Dorfvereine warten auf den neuen Wirt», schreibt der Eigner im Dossier weiter. Aber: Der Besitzer gibt sich flexibel. 

Dem 39-jährigen einstigen Wirt, der sich, wie er sagt, mit der seinerzeitigen Übernahme der Liegenschaft «in Hägendorf einen Lebenstraum erfüllen» wollte, eilt’s nicht mit dem Verkauf. «Ich bin froh, dass es nicht pressieren muss», gibt er zu verstehen. Vor allem aber hat er sehr gute Erinnerungen an seine eigene Aktivzeit als Wirt. «Ich hätte mir nicht vorstellen können, so gut aufgenommen zu werden im Dorf», sagt er im Rückblick.

Seine Tätigkeit habe er tatsächlich als die Erfüllung seines Traumes angesehen, bis ihm eben das Burn-out einen Strich durch die Rechnung gemacht habe. Heute wohnt er noch in seiner Liegenschaft an der Allerheiligenstrasse 1 unweit der Schulhäuser, arbeitet aber auswärts bei der Swisscom.

Autor

urs huber

urs huber

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