Olten

Wegen zu wenig Besuchern: Es gibt keine dritte Ausgabe der Schlagernacht

Schlagernacht-Organisatorin Jolanda Plüss mit Andy Borg, welcher den Anlass beide Male moderierte.

Schlagernacht-Organisatorin Jolanda Plüss mit Andy Borg, welcher den Anlass beide Male moderierte.

Nach zwei Ausgaben der Schlagernacht in Olten zieht Organisatorin Jolanda Plüss einen Schlussstrich.

Bei der ersten Schlagernacht-Ausgabe im Juni 2016 fanden Andy Borg, Francine Jordi oder die Wolfgang-Lindner-Band den Weg ins Oltner Eisstadion; bei der Zweitauflage ein Jahr später feierte sogar Schlagerstar Roberto Blanco seinen 80. Geburtstag.

Organisatorin Jolanda Plüss, die gute Beziehungen in die Szene hat, konnte einige Schlagerstars in die Dreitannenstadt locken. Trotzdem wird es nun dieses Jahr keine Neuauflage geben – obwohl einige Programmpunkte wie Moderator Andy Borg bereits wieder fest eingeplant waren.

Auf der Homepage schreibt Plüss von «mehreren Faktoren», welchen für den Entscheid ausschlaggebend waren. Auf Anfrage dieser Zeitung sagt sie, dass es vor allem die zu geringen Besucherzahlen gewesen seien, welche sie den negativen Beschluss schon kurz nach der zweiten Ausgabe fassen liess.

Impressionen von der Schlagernacht 2017:

Zweimal wurden je rund 3500 Eintritte verkauft, Platz gehabt hätte es im Eisstadion für rund 1000 Leute mehr. Plüss rechnete vor allem das zweite Mal mit mehr Besuchern. Sie zeigt ein gewisses Unverständnis darüber, dass der Anlass publikumsmässig nicht so gut angekommen ist wie erhofft.

Am Programm oder an den Eintrittspreisen, die günstiger gewesen seien als etwa an vergleichbaren Anlässen in grösseren Städten, kann es in ihren Augen nicht liegen. «Die Reaktionen von Besuchern zeigten, dass die beiden Abende sensationell gut waren», sagt Plüss. Das Publikum kam nicht nur aus der Region, sondern reiste aus der ganzen Schweiz nach Olten an.

Kein kleinerer Nachfolgeanlass

Auch beim Sponsoring hätte sie sich mehr erhofft. Näher auf die finanziellen Belange eingehen will sie aber nicht. Das letztjährige Budget betrug über 200'000 Franken, wie diese Zeitung damals schrieb.

Eine Nachfolgeveranstaltung in kleinerem Umfang sei derzeit nicht geplant, sagt Plüss. Sie werde aber mit dem Schlager verbunden bleiben. Lieder texten und vortragen gehört zu ihrem Hobby – allerdings in privatem Rahmen.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1