Wangen bei Olten
Die Gemeindekanzlei bekommt endlich die umstrittene neue Heizung

Nach einer Motion und einer Beschwerde beim Bundesgericht soll nun die Erdsonden-Wärmepumpe für die Gemeindekanzlei Wangen bei Olten kommen.

Felix Ott
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Nach viel Gesprächsstoff kommt nun endlich die neue Heizung für die Gemeindekanzlei Wangen bei Olten.

Nach viel Gesprächsstoff kommt nun endlich die neue Heizung für die Gemeindekanzlei Wangen bei Olten.

Bruno Kissling (Archiv)

Seit 2019 beschäftigt eine Heizung die Gemeinde Wangen bei Olten. Nachdem der Gemeinderat damals im September die dreissigjährige Gas-Heizung im Gemeindehaus durch eine neue fossile Variante ersetzen wollte, regte sich in der Bevölkerung Unmut.

Eine Motion des Grünliberalen Martin Blapp wendete das Blatt. Er forderte, in Wangen bis 2030 alle öffentlichen Gebäude auf erneuerbare Energien umzurüsten, den Einbau fossiler Heizungen zu verbieten. Somit war auch die Idee einer neuen, fossilen Heizung für die Gemeindekanzlei vom Tisch.

Obwohl sich die Stimmberechtigten im Dezember 2020 klar für die Motion aussprachen, regte sich Widerstand. Christian Riesen und die örtliche SVP reichten Beschwerde gegen den Entscheid der Versammlung ein. Im Februar 2021 wies das Bundesgericht die Beschwerde ab.

Schliesslich wurde mit der Detailplanung begonnen, wo sich aber herausstellte, dass das ursprünglich gesprochene Budget für eine Erdsonden-Wärmepumpe von 166'000 Franken nicht ausreicht. Deshalb wurde im Juli 2021 vom Gemeinderat ein Nachtragskredit von 74'000 Franken gutgeheissen.

Einsprachen zum Baugesuch gingen keine ein. Das Budget beläuft sich auf 240'000 Franken. In den Frühlingsferien werde voraussichtlich mit den Bohrungen für die Erdsonden begonnen, schreibt der Leiter der Bauabteilung, Mirco Pittroff auf Anfrage. Im Sommer sollen die Arbeiten im Gebäudeinnern erfolgen.

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