«Vedo dove devo»
Das ist das Siegerprojekt im Wettbewerb fürs neue Kunstmuseum Olten

Der Architekturwettbewerb «Kunstmuseum Olten und Wohn- und Geschäftshaus» ist entschieden: Das Siegerprojekt trägt den Namen «Vedo dove devo».

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Das Kunstmuseum an der Kirchgasse soll von der stark sanierungsbedürftigen Nummer 8 ins Nachbarhaus Kirchgasse 10, das ehemalige Naturmuseum, wechseln. Im Anfang 2021 gestarteten Projektwettbewerb reichten 98 Teams ihre Bewerbung ein, um einen Projektvorschlag auszuarbeiten und einzureichen.

14 Teams durften bis Mitte Juni einen Wettbewerbsbeitrag eingeben: je zwei Teams aus den Bereichen «Nachwuchs», «kantonal-lokal» und «international» sowie acht weitere Büros aus der Schweiz. Sechs Eingaben schafften es in eine zweite Runde, aus denen das Projekt ausgewählt wurde, das zur Weiterbearbeitung empfohlen wird. Dabei handelt es sich um das Projekt «Vedo dove devo» («ich sehe, wohin ich muss») der ARGE Buchner Bründler Architekten AG, Basel/Proplaning AG, Basel, und Robin Winogrond Landschaftsarchitekten, Zürich.

Das Siegerprojekt «Vedo dove devo» mit dem Platz der Begegnung.
7 Bilder
Von der Kirchgasse her gesehen.
Der Eingangsbereich.
Der Ausstellungsbereich
Situationsplan
Situationsplan

Das Siegerprojekt «Vedo dove devo» mit dem Platz der Begegnung.

zvg

Vom Hinterhof zur Platzfassade

Das Siegerprojekt zeichne sich unter anderem dadurch aus, dass es der ehemaligen Hinterseite zum Munzingerplatz mit einer im Raum und in der Höhe abgestuften Platzfassade einen städtbaulich klaren und attraktiven Rahmen verleihe, wie Jurypräsidentin Stephanie Bender (Lausanne) an einer Präsentation der 14 Eingaben im Kunstmuseum Olten ausführte.

Die bestehenden Bauten an der Kirchgasse würden weitgehend erhalten und damit deren Substanz nicht nur in denkmalpflegerischer, sondern auch punkto Nachhaltigkeit geschont. Wie das Kunstmuseum erhält auch die Liegenschaft Kirchgasse 8 einen Anbau, der die Enge des heutigen Gebäudes auflöst und vielfältige Nutzungen erlaubt.

Das Siegerteam erhält nun den Auftrag, sein Projekt unter anderem bezüglich Materialisierung, Abläufe und Ökonomie, wo das Gemeindeparlament einen Preisrahmen von 14 Mio. Franken für das Gebäude des Kunstmuseums gesetzt hat, zu überarbeiten.

Anschliessend soll dem Gemeindeparlament ein Projektierungskredit für die Erneuerung des Kunstmuseums vorgelegt werden, nach der Projektierung dann voraussichtlich im Jahr 2023 der eigentliche Baukredit.

Bis 19. September im Kunstmuseum ausgestellt

Weitere Rangierungen bzw. Preise erhielten das Projekt mit dem Titel «petit chardon» (kleine Distel oder eben Disteli) der ARGE pool Architekten, Zürich/Takt Baumanagement, Zürich/ Studio Vulkan Landschaftsarchitektur, Zürich (2. Rang und 1. Ankauf, da das Projekt nicht alle Wettbewerbsvorgaben erfüllt), «Assemblage» von Malte Kloes Architekten GmbH, Zürich, und LAND SCHAFFT GmbH, Sursee (3. Rang und 2. Preis), «Annetta» von Schmidlin Architekten, Zürich, und Andreas Geser Landschaftsarchitekten AG, Zürich (4. Rang, 3. Preis), «Achteinhalb» der ARGE Weyell Zipse Architekten, Basel/Truwant + Rodet, Basel, und August + Margrith Künzel Landschaftsarchitekten, Basel (5. Rang und 2. Ankauf, da das Projekt ebenfalls nicht alle Wettbewerbsvorgaben erfüllt), sowie «KuMu» von Conen Sigl Architekten GmbH, Zürich, und EDER Landschaftsarchitekten, Zürich (6. Rang und 4. Preis).

Die Wettbewerbsergebnisse sind bis 19. September (bis 5. September bei freiem Eintritt) im Kunstmuseum Olten zu sehen. (sko)

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